Nach der Gedenkfeier am Freitagabend, auf den Tag genau 70 Jahre seit der Invasion der Alliierten in der Normandie, ging das Armeefahrzeugtreffen in Sisseln in die heisse Phase. Die hochsommerlichen Temperaturen hielten die Freunde militärischer Veranstaltungen nicht von einem Gang über die Grossmatt ab – im Gegenteil. Da es sich um den einzigen Anlass dieser Art in der Schweiz handelte, kamen die Besucher von weither. Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Denn das, was der D-Day-Verein auf die Beine gestellt hatte, konnte sich sehen lassen. Bis zu 140 Helfer vor allem aus Sisseln und Eiken hatten die Infrastruktur hergestellt, hatten Zelte und Verpflegungsstationen errichtet und kümmerten sich um den Parkdienst. Die Gastgeber erwiesen sich als fleissig und kompetent. Deshalb gab es viel Lob vonseiten der Besucher – Lob, das sich auch auf die Uniform tragenden Teilnehmer übertrug. Die meisten von ihnen verbrachten die gesamte Festdauer und somit Pfingsten auf dem Gelände.

Erst letzten November gegründet, wagte der D-Day-Verein den Sprung ins kalte Wasser. Das Team um Vereinspräsident Peter Kneubühl hatte einige zugkräftige Hingucker aufgeboten – unter anderem in die Jahre gekommene, aber sich in Top-Zustand befindende Pinzgauer, Jeeps und Motorräder. Auch Panzer wie eine amerikanische Stuart M3A1 mit einem Gewicht von 12,7 Tonnen oder ein Centurion waren zu besichtigen. Letzteren hatte der Centurion-Verein Schweiz herangeschafft. Beim Hingucken musste es nicht bleiben, denn der Verein bot gegen 10 Franken Unkostenbeitrag einen Blick in das Innere des Kolosses an.

Voraussetzung: körperliche Mindestgrösse von 1,50 Meter. Ziel: vier Treffer in 60 Sekunden. In der Mitte des Geländes befand sich ein Lager «amerikanischer» Soldaten mit allem Drum und Dran: Zelten, Stahlträgern, Stacheldraht, Warnschildern («Danger Booby-Traps») und Richtungsschildern («Paris; Lazarett 2,5 Kilometer; Front»). Unweit davon waren detailgetreue Nachbildungen in Miniatur von Armeefahrzeugen und Panzern ausgestellt, einige liessen sich steuern. Es gab viel zu sehen und zu hören. Mit dem Überflug einer Super-Constellation kam sogar Bewegung in die Luft. Ein Höhepunkt war der Konvoi durchs Fricktal mit den ausgestellten Fahrzeugen.