Laufenburg
Alpinretter zeigen ihr Können in 40 Meter Höhe

Neue Ortsgruppe Jura Ostfuss der Alpinen Rettung Schweiz zeigte ihr Können bei einem Übungseinsatz.

Peter Schütz (Text und Fotos)
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Auf 40 Meter Höhe im Einsatz.

Auf 40 Meter Höhe im Einsatz.

Peter Schütz

Das gibt es nicht alle Tage zu sehen: eine Rettungsübung an einem Baukran inmitten der Stadt Laufenburg. Am Samstag konnten sich über 100 Interessierte ein Bild vom Einsatzpotenzial der Ortsgruppe Jura Ostfuss, eine junge Gruppe der Alpinen Rettung Schweiz, machen. Sie besteht zurzeit aus vier Mitgliedern: Pascal Beutel, Ilona Haas, Andreas Haas und Martin Gossler. Die Ortsgruppe Jura Ostfuss wurde am 4. November 2014 gegründet.

Seit dem 1. Februar 2015 kann sie für Einsätze aufgeboten werden. Zudem ist sie bei den Einsatzleitsystemen der Kantonspolizei wie auch dem Rettungsdienst hinterlegt. Den Ernstfall hatte sie bereits vor einem Monat absolviert, als sie eine gestürzte Person vom Bergfried der Burg in Laufenburg mit Seiltechniken bergen musste. Ihr Einsatz am Samstag hatte hingegen Übungscharakter ohne echte Verletzte. Spannend war es trotzdem, was die Fricktaler Alpinretter den Zuschauern demonstrierten – und manchmal auch zum Gänsehaut bekommen. Denn die drei Übungen spielten sich in 40 Meter Höhe ab.

Die aufwendigste Aktion fand zu Beginn statt, als eine «verletzte» Person via Seilbahn vom Baukran der Firma Erne auf den Platz beim Alterszentrum Klostermatte befördert wurde. Die übrigen zwei Übungen wurden am hängenden Seil durchgeführt. Auch sie zeigten, wie viel Geschick, Ausdauer und Können bei Einsätzen in der Höhe im Spiel sind. Die Moderation hatte Jürg Müller, Obmann der Rettungsstation Jura mit Standort Balsthal. Müller war mit zehn Personen angereist. Insgesamt waren 14 Männer und Frauen im Einsatz. «Ziel der Übung war es», so Andreas Haas, «die Alpine Rettung bei der Bevölkerung und den Blaulichtorganisationen im Kanton Aargau bekannt zu machen».

Einsatz in Höhen und Tiefen

Bei der Alpinen Rettung Schweiz handelt es sich um eine Stiftung, welche vor zehn Jahren durch Rega und SAC gegründet wurde. Primär leisten die rund 3000 Alpinretter ihren Dienst im Gebirge. Die Alpinretter sind in der Rettung aus Höhen und Tiefen ausgebildet, sie können aber auch Rettungen im überbauten Gebiet, an Gebäuden oder in Waldgebieten durchführen.

Die Ortsgruppe Jura Ostfuss ist der Rettungsstation Balsthal angeschlossen. Bei Einsätzen wie zum Beispiel einer Suche im schwierigen Gelände wird die Ortsgruppe durch die Alpinretter von Balsthal unterstützt. Die Ortsgruppe Jura Ostfuss verfügt über eigenes Einsatzmaterial. Sie bietet bei Bedarf die ortsansässigen Feuerwehren auf.

In den nächsten Monaten wird auch aktiv daran gearbeitet, eine Zusammenarbeit mit anderen Rettungspartnern aufzubauen. Im unteren Fricktal haben diesbezüglich bereits Gespräche stattgefunden, so Andreas Haas. Zurzeit werden durch die Ortsgruppe zwei bis vier Mal im Monat Übungen im Gebiet des Jura Ostfuss durchgeführt.

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