Feinstaub

Aktualisierte Luftqualität-App Aircheck für noch bessere Messwerte

Farbe Blau – die Luft ist rein: Feinstaubbelastung bei der Messstation Sisseln, angezeigt auf der Aircheck-App.

Farbe Blau – die Luft ist rein: Feinstaubbelastung bei der Messstation Sisseln, angezeigt auf der Aircheck-App.

Mit dem Handy den Feinstaubgehalt in der Luft anzeigen – kein Problem mit der Aircheck-App. Diese bietet viea Smartphone Zugriff auf Daten der Aargauer Messstationen in Sisseln, Suhr und Baden.

Die Smartphone-Applikation Aircheck ist sehr beliebt – die beinahe 25 000 Downloads seit ihrer Einführung Ende 2012 bestätigen dies. Zwei Jahre danach, und pünktlich zum Beginn der Feinstaubsaison, wurde die App aktualisiert und diese Woche die dritte Version aufgeschaltet.

Feinstaub, Ozon UND Stickstoffdioxid sind die drei Schadstoffe, für die an allen vernetzten Messstationen in der Schweiz – im Aargau sind es die Standorte Sisseln (DSM), Suhr (Bärenmatte) und Baden (Schönaustrasse) – jetzt auf der aktuellen App auch ein Diagramm angezeigt wird mit dem Verlauf der gemessenen Konzentration der letzten paar Tage.

«Diese zusätzliche Information erlaubt es dem Benutzer eines Smartphones, die Daten beziehungsweise den aktuellen Messwert noch besser einordnen zu können und sich ein Bild darüber zu machen, ob die Konzentration der Schadstoffbelastung eher zu- oder abnimmt», sagt Marco Steiger. Er ist Physiker beim zuständigen Amt im Kanton Tessin, der massgeblich an der Entwicklung der App beteiligt war.

Die neue Version der Applikation wurde ausserdem für Android grafisch aufgefrischt und für Tablets optimiert, währenddem die iOS-Version (Apple) dem neuen Betriebssystem iOS 8 angepasst wurde.

Der Kurzzeit-Luftbelastungsindex (KBI) wird aus kontinuierlichen Messdaten für Feinstaub (PM10), Ozon (O3) und Stickstoffdioxid (NO2) berechnet. Der Index orientiert sich hauptsächlich an den gültigen Grenzwerten der Luftreinhalteverordnung (LRV), dem Informations- und Interventionskonzept der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) sowie dem Wissen über die gesundheitliche Bedeutung der einzelnen Belastungsindikatoren.

Wer die letzten Tage oder Wochen vor allem in tiefen Lagen und somit unter der dicken Nebeldecke verbringen musste, weiss die Angaben zu schätzen, die via Aircheck-App auf dem Smartphone angezeigt werden können. Gerade der Feinstaub, dem die Bewohner in Ballungszentren und Industriegebieten besonders ausgesetzt sind, macht jetzt wieder vielen Leuten zu schaffen.

Wie die Schadstoffe ENTSTEHEN und welches die Hauptquellen sind, wie sie sich auswirken und Verhaltenstipps – das alles und noch viel mehr lässt sich via App abfragen und anzeigen. So heisst es etwa zum Thema Feinstaub: «Unter der Bezeichnung Feinstaub oder PM10 versteht man Partikel, die als lungengängige Stäube und Russteile zu Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können.»

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Man kann sich deshalb von der App – unter anderem – anzeigen lassen, was zu Hause, bezüglich Mobilität/Verkehr und am Arbeitsplatz bei erhöhten Schadstoffbelastungen der Luft vorgekehrt werden kann.

Das Ziel der Aircheck-App besteht darin, aktuelle Informationen über die Luftqualität in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein zur Verfügung zu stellen. Die angezeigten Karten modellieren die aktuelle Luftbelastung; sie werden stündlich aktualisiert. Diverse Links vermitteln weitere Anlaufstellen für Informationen, etwa die Abteilung für Umwelt, Sektion Luft und Lärm des Kantons Aargau.

Die Aircheck-App gibt es übrigens in einer deutschen, französischen, italienischen und in einer englischsprachigen Version. Sie kann nach wie vor kostenlos im App Store (für iPhone) und auch bei Google Play (für Android) heruntergeladen werden.

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