Rheinfelden
Aktion «Lesesommer»: Bibliotheken möchten jungen Menschen Lesefreude vermitteln

Die Stadtbibliothek Rheinfelden sowie die Schulbibliothek Engerfeld spannen zusammen und möchten jungen Menschen neue Lesefreuden vermitteln. «Wir wollen an der Schule die Lese- und Medienkompetenz stärken», heisst es von den Bibliotheken.

Peter Rombach
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Barbara Bitterlin (links) und Barbara Scholer erläutern das Projekt «Lesesommer» an der Frühjahrskonferenz des Gewerbevereins. ach

Barbara Bitterlin (links) und Barbara Scholer erläutern das Projekt «Lesesommer» an der Frühjahrskonferenz des Gewerbevereins. ach

Mit dem neuen Projekt «Easy Lesesommer» beschreiten Stadtbibliothek und Schulbibliothek Engerfeld einen neuen Weg der Kooperation.

Ziel ist, junge Menschen, vor allem Oberstufenschüler, zum intensiveren Lesen zu animieren.

Wer sich aktiv an der Aktion beteiligt, erhält zum Schluss sogar ein Zertifikat, das künftigen Bewerbungen beigefügt werden sollte, um den möglichen Lehrbetrieben zu signalisieren, dass die Bereitschaft für zusätzliches Engagement vorhanden ist.

Auf Einladung des Gewerbevereins Rheinfelden (GVR) erläuterten Barbara Scholer, Leiterin Stadtbibliothek, und Barbara Bitterlin, verantwortlich für die Schulbibliothek Engerfeld, den erstmals geplanten Lesesommer, wofür immerhin zwei Jahre Vorbereitung notwendig waren, um die literarischen, pädagogischen und organisatorischen Pfade abzustecken. «Die Leseförderung gehört zu unserem Kerngeschäft», betonte Scholer.

«Lesen beinhaltet eine kulturelle Grundkompetenz; wer nicht lesen kann, kann auch nicht Recherchieren», deutete sie auf die immer multimedialer werdende Welt. Und: «Wir möchten der Jugend mit auf den Weg geben, dass Lesen auch Freude bereitet und neue Orientierungen ermöglicht.»

Ins Projektdetail «Lesesommer» stieg dann Barbara Bitterlin ein, erläuterte zunächst aber die in der Öffentlichkeit kaum bekannte Schulbibliothek Engerfeld, welche sie seit 2001 mit einem 50-Prozent-Pensum leitet und ausserdem noch acht Lektionen Unterricht an der Bez erteilt.

Rund 8000 Medien stehen zur Verfügung, derzeit sind 568 Benutzerinnen und Benutzer registriert. «Wir wollen an der Schule die Lese- und Medienkompetenz stärken», unterstrich Bitterlin.

In diesem Sinne sieht sie auch die Projektbeteiligung. «Unser Ziel ist, dass künftige Lehrbetriebe durch das von uns erteilte Zertifikat ein zusätzliches Bewertungskriterium erhalten.»

Mit dem «Lesesommer» ist angedacht, junge Leute zwischen 12 und 16 Jahren im Klassenverband anzusprechen; jeweils drei Buchtitel werden in einen Lesepass eingetragen.

Gegen 1000 Bücher stehen zur Auswahl. Nach den Sommerferien gibt es Interviews durch Aussenstehende, was denn wirklich gelesen wurde und welche Erkenntnisse daraus zu ziehen sind.

Schlusspunkt der Aktion soll eine Feier mit Zertifikatsübergabe sein. «Dieses kann die Lehrstellensuche positiv beeinflussen», betonte Barbara Bitterlin und bat die Gewerbetreibenden um ideelle Unterstützung des Experiments und auf derartige Zertifikate zu achten.

GVR-Präsident Fritz Gloor begrüsste die Aktion: «Das Gewerbe erhält mittels Zertifikat ein Signal, dass die jungen Leute viel Willen zeigen, sich zusätzlich zu engagieren.» Bitterlin wie Scholer erhoffen sich übrigens ein Feedback aus den Betrieben.

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