Herznach

Äpfel gekauft, Schmuck geklaut – mutmassliche Kriminaltouristen in Haft

Die Rumänen kauften Äpfel und stahlen offenbar Geld und Schmuck der Verkäuferin.

Die Rumänen kauften Äpfel und stahlen offenbar Geld und Schmuck der Verkäuferin.

Verdächtig aufgefallen ist in Herznach ein Fahrzeug mit ausländischen Kontrollschildern. Die Polizei nahm zwei Männer und zwei Frauen fest. Sie dürften Vermögensdelikte begangen haben. Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Verfahren.

Eine aufmerksame Person meldete sich am Freitag kurz vor 11 Uhr bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau: Ein dunkelblauer Opel mit ausländischen Kontrollschildern fahre verdächtig in Herznach herum.

Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei sowie der Regionalpolizei Oberes Fricktal nahmen die Fahndung auf. Minuten später wurde das Fahrzeug aufgespürt. Im Wagen befanden sich ein Mann und zwei Frauen. Ein weiterer, auffälliger Mann konnte ausserhalb des Fahrzeugs angehalten werden.

Bei den Personen handelt es sich um vier Rumänen im Alter von 27, 28, 33 und 36 Jahren – alle ohne Wohnsitz in der Schweiz.

Erst Äpfel gekauft

Wie sich herausstellte, hatten sie zuvor Äpfel an einem Früchteverkaufsstand gekauft und sich anschliessend überschwänglich bei der Verkäuferin mit einer Umarmung bedankt. Dabei dürften sie der Verkäuferin den zuvor bezahlten Betrag gestohlen haben.

Bei der eingehenden Kontrolle konnten die Polizisten beim 36-jährigen Rumänen Schmuck finden. Einen Teil davon gehört der Verkäuferin.

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen dürfte ein Tatverdächtiger ins Haus geschlichen sein und den Schmuck dort entwendet haben, während die drei anderen Tatverdächtigen am Stand Äpfel kauften und so die Verkäuferin ablenkten.

Strafuntersuchung eröffnet

Für die Ermittlungen wurden auf Verfügung der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg alle vier Tatverdächtigen vorläufig inhaftiert. Zudem wurde eine Strafuntersuchung eröffnet.

Die zuständige Staatsanwaltschaft beantragte beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft. Ob die vier Rumänen für andere Vermögensdelikte verantwortlich gemacht werden können, werden die Ermittlungen zeigen.

«Wieder einmal konnte die Polizei aufgrund einer Meldung aus der Bevölkerung rasch reagieren und eine erfolgreiche Festnahme vollziehen», hält die Kantonspolizei fest. Sie rät, bei verdächtigen Beobachtungen die Notrufnummer 117 zu alarmieren. (az)

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