Rheinfelden
«Achtung Technik Los»: Lernende begeistern Schüler für Technik

Jugendliche für Wissenschaft und Technik zu begeistern, ist für die Zukunft der Schweizer Wirtschaft von grosser Wichtigkeit. Mit diesem Ziel besuchte die Wanderausstellung «Achtung Technik Los» die Bezirksschule in Rheinfelden.

Sandra Bös
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Lehrling Tobias von Rotz zeigt einer Schülerin der Bezirksschule Rheinfelden wie man mit dem Lötkolbenarbeitet. sbö

Lehrling Tobias von Rotz zeigt einer Schülerin der Bezirksschule Rheinfelden wie man mit dem Lötkolbenarbeitet. sbö

Nicht viele Jugendliche entscheiden sich in der Schweiz für einen technischen Beruf. Um dem Mangel an Fachkräften in diesem Berufszweig zu begegnen, wurde im Auftrag von ingCH Engineers Shape our Future und NaTech Education ein Konzept erarbeitet, das sich an Schülerinnen und Schüler im Berufswahlalter richtet. Mit einem interaktiven Programm bringt die Wanderausstellung Schulen in der Nordwestschweiz und im Kanton Zürich technische Berufe näher.

Am Montag besuchte die Ausstellung die Bezirksschule in Rheinfelden. Neben den verschiedenen technischen Berufen stand die Informatik im Fokus. Spannende Workshops wurden angeboten: Die Schüler und Schülerinnen durften sich zum Beispiel am Lötkolben ausprobieren oder lernten, wie man eine eigene Webpage erstellt. Ausserdem gab es vielfältige Demonstrationen, bei denen Lehrlinge ihre eigenen Entwicklungen präsentieren durften, wie ein Lego-Roboter, der von einem Handy gesteuert werden kann.

Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass es dieses Mal nicht die Lehrer sind, die den jungen Menschen etwas beibringen. Es sind Dozierende, Studierende und Berufslernende der beteiligten Institutionen, die ihnen durch ihr Wissen und Können die Technik näher bringen. «Für die Lehrlinge, die jeden Tag in der Ausbildung sind, ist es eine tolle Gelegenheit, jemandem anderen auch mal etwas beibringen zu dürfen», erklärt Projektleiterin Lea Hasler.

Das Projekt «Achtung Technik Los!» war dieses Jahr bereits an einer Sekundarschule in Richterswil, weitere sechs Standorte sind für das laufende Jahr geplant. Rund 200 Schülerinnen und Schüler werden pro Standort durch dieses Projekt für eine Informatiklehre und eventuell ein späteres Informatikstudium beziehungsweise für einen anderen technischen Beruf oder ein technisches Studium begeistert.

«Auch Schüler, die absolut kein Interesse an der Technik haben, nehmen etwas von unserem Projekt nach Hause, denn sie lernen hier etwas für ihre Allgemeinbildung», so Lehrlingsbetreuer Andreas Guntern. Ein weiteres Anliegen der Wanderausstellung ist es, den Lehrerinnen und Lehrern Weiterbildungsangebote im Bereich der Naturwissenschaften und der Technik nahe zu bringen.

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