Abstimmung
Klares Ja: Herznach und Ueken bestätigen Fusionsvertrag an der Urne

Mit der obligatorischen Urnenabstimmung haben die beiden Gemeinden aus dem Staffeleggtal die letzte grosse Hürde für ihren Zusammenschluss genommen. Stolz ist der Herznacher Gemeindeammann auf die hohe Stimmbeteiligung.

Dennis Kalt
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Der Zusammenschluss der Gemeinden Herzach und Ueken rückt näher.

Der Zusammenschluss der Gemeinden Herzach und Ueken rückt näher.

Gerry Thoenen / Aargauer Zeitung

Der Fusionszug im Staffeleggtal fährt mit Volldampf dem Ziel entgegen. Nachdem die Gemeindeversammlungen von Herznach und Ueken im August dem Fusionsvertrag mit grossen Mehrheiten zugestimmt haben, bestätigten die Stimmberechtigten im Rahmen der obligatorischen Urnenabstimmung deutlich.

In Herznach beteiligten sich 612 der 1052 Stimmberechtigten an der Abstimmung, was einem Anteil von 59,1 Prozent entspricht. 460 Stimmen, die den Fusionsvertrag goutierten, standen 152 Nein-Stimmen gegenüber. In der Gemeinde Ueken war die Stimmbeteiligung mit 46 Prozent tiefer als in der Nachbargemeinde. Hier standen 241 Ja-Stimmen 3-Nein-Stimmen gegenüber.

Thomas Treyer, Gemeindeammann Herznach.

Thomas Treyer, Gemeindeammann Herznach.

Bild: psc / Aargauer Zeitung

Thomas Treyer, Gemeindeammann von Herznach, zeigte sich am Sonntagnachmittag erfreut über das deutliche Ergebnis. Er sagt:

«Besonders die hohe Wahlbeteiligung von rund 60 Prozent ist hervorragend.»

Dies gerade vor dem Hintergrund, dass an der Gemeindeversammlung in Herznach gerade einmal 8,5 Prozent der Stimmberechtigten anwesend waren; in Ueken waren es rund 11,1 Prozent.

Ergebnis wurde in diesem ­Rahmen erwartet

Robert Schmid, Gemeindeammann von Ueken.

Robert Schmid, Gemeindeammann von Ueken.

Bild: psc / Aargauer Zeitung

Nach Bekanntwerden des Wahlergebnis trafen sich Vertreter der Gemeinden im «Löwen», um auf das historische Ereignis anzustossen. Robert Schmid, Gemeindeammann von Ueken, sagt:

«Nach dem deutlichen Ja zum Fusionsvertrag sind wir alle erleichtert.»

Wobei Schmid und Treyer sich einig sind, dass das Ergebnis in dieser Deutlichkeit nicht überraschend ausfällt. «Es bewegt sich im Rahmen der Ergebnisse aus der Bevölkerungsumfrage und den Abstimmungen aus den Gemeindeversammlungen», sagt Schmid.

Nun biegt der Fusionsprozess auf die Zielgerade ein. «Demnächst werden die Mitglieder der Umsetzungskommission bestimmt, welche die Fusion vorbereiten», sagt Schmid. Zusammenschliessen wollen sich die Gemeinden per 1. Januar 2023. Die neue Gemeinde wird Herznach-Ueken heissen, aber sowohl die Postleitzahlen als auch die Strassennamen beider Gemeinden behalten. Das neue Gemeindewappen wird eine Kombination aus den beiden bisherigen sein.