Ein Stück Brauereigeschichte in der Zähringerstadt gehört bald der Vergangenheit an. Wo einst das Salmen-Bier schäumte, später das von Cardinal, und Feldschlösschen schliesslich die ganzen Anlagen liquidierte, kann in den nächsten Jahren an attraktiver Lage oberhalb des Rheinufers die Grossüberbauung Salmen-Park entstehen. Die Realisierung erfolgt allerdings in Etappen.

Dies bestätigte Thomas Kraft, Repräsentant der PSP Nordwestschweiz, die vor allem einstige Brauerei-Immobilien, aber auch Finanz- und Technologie-Dienstleistungen in der Schweiz vermarktet. Bis der Gestaltungsplan fixiert war, hatte es einige Zeit gedauert. Die Baueingabe für die erste Etappe erfolgte vergangenen Spätherbst.

Nun stehen die ersten Bagger, Radlader und Lastwagen ebenso bereit wie die Container. Vor allem kleinere Gebäude sind schon «ausgekernt» und zeigen nur noch finstere Fensterlöcher: Bereit gemacht für die Abrissbirne. Profilstangen lassen übrigens die künftigen Gebäudekubaturen erahnen. Sicherheitszäune, überwiegend aus massiven Spanholzplatten, sind bereits entlang des östlich gelegenen Areals installiert und erinnern fast schon etwas an die berüchtigte Berliner Mauer.

Bald mit einer Seniorenresidenz?

In den nächsten Monaten müssen erst mal die «alten Gebäude verschwinden. Auf dem östlichen Teil des Areals, also in Richtung Schifflände, könnte eine Seniorenresidenz entstehen. Aufgestockt auf einem im Parterre gelegenen neuen Coop-Center, für das nach az-Informationen bereits Verträge mit dem Investor vorliegen. Der Verein Senioren für Senioren plädiert schon längere Zeit für ein Alters- und Pflegezentrum und könnte sich dieses durchaus auf dem Salmen-Areal in Stadtnähe vorstellen, «wenn die Rahmenbedingungen stimmen». Aber dazu bedarf es noch immenser Detailarbeit.

In dem ersten Bauabschnitt des Salmen-Parks sind ferner Wohnungen, Büroräume und ebenerdig gelegene Geschäfte geplant. Ein Hotelkonzept ist dem Vernehmen nach ebenfalls in Erarbeitung, um an die Brauereitradition zu erinnern.