Fricktal
Abo-Subventionen streichen: Widerstand wächst - Petition will 1500 Unterschriften

Die Regierung will die Subventionen am beliebten Abonnement des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) streichen. Ein Zeininger startet eine Petition gegen die geplante Sparmassnahme bei den TNW-Abonnementen.

Nadine Böni
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Derzeit gehören dem TNW neben dem Aargau auch die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn und Jura an.

Derzeit gehören dem TNW neben dem Aargau auch die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn und Jura an.

AZ-Archiv

Der Widerstand gegen die geplante Sparmassnahme des Kantons beim Tarifverbund-Abo wächst. An den grossen Fricktaler Bahnhöfen werden seit dieser Woche Unterschriften für eine Petition gegen die Sparmassnahme gesammelt. Hinter der Aktion steckt der Zeininger Herbert Lützelschwab.

Das TNW-Abo sei eine Vorzeigelösung, sagt der Pensionär. Lützelschwab verweist auf die Tausenden Schülerinnen und Schüler, die täglich Bus und Zug nutzen, um in anderen Gemeinden oder sogar Kantonen zur Schule zu gehen. Er erwähnt die Mitarbeitenden der grossen Industriebetriebe im Sisslerfeld, die mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit pendeln. Und er spricht von den Touristen und Wandergruppen aus der ganzen Nordwestschweiz, die Woche für Woche unterwegs sind.

«Sie alle nutzen und brauchen das TNW-Abo», sagt Lützelschwab. «Es ist eine Frechheit, das anzutasten.» Auch, weil bei der Einführung vor 25 Jahren ein Ziel des Abos gewesen sei, die Nachteile der ländlichen Regionen zu vermindern. «Der Kanton Aargau hat sich damals dafür eingesetzt, dass das Fricktal zum TNW gehört», so Lützelschwab.

Bögen auf den Kanzleien

Über 100 Unterschriften hat er in den vergangenen Tagen in Möhlin, Rheinfelden, Stein und Frick gesammelt. «Wenn sie auf das Thema angesprochen werden, kommt bei den Pendlern ganz spontan der Widerstand gegen die Sparmassnahme», erzählt Lützelschwab. In den kommenden Wochen möchte er auch noch in Kaiseraugst und Laufenburg Unterschriften sammeln und die Unterschriftenbögen über Vereine verteilen. Ausserdem sollen die Bögen auf den Gemeindekanzleien aufgelegt werden. «Auch die Gemeinden haben ein Interesse daran, dass die Subventionen nicht gestrichen werden», so Lützelschwab.

Mit 1500 Unterschriften habe er sich ein hohes Ziel gesteckt, sagt Lützelschwab. Er hofft, dass er mit seiner Aktion eine «kleine Lawine» auslösen kann. Denn: «Es ist jetzt an der Zeit, auf die Hinterbeine zu stehen und ein Zeichen zu setzen.» Für Ende September hat er die Übergabe der Unterschriften an die Regierung geplant.