Laufenburg

Abgestürzter Balkon: Häuserzeile weist Risse in Brandschutzmauer auf

Abgestürzter Balkon: Häuserzeile weisst Risse in Brandschutzmauer auf

Abgestürzter Balkon: Häuserzeile weisst Risse in Brandschutzmauer auf

Der Balkon des Autors Christian Haller stürzte das letzte Jahr in den Rhein. Nun kommt aus, dass im Nachbarsgebäude des Schriftstellers Risse in der Brandschutzmauer entdeckt wurden.

Die Liegenschaft in Laufenburg von Christian Haller befindet sich direkt am Rhein. Letztes Jahr stürzte der Balkon während des Hochwassers in den Fluss. Womöglich hat die stete Unterspülung des Flusses den Balkon zum Stürzen gebracht. Jetzt wurde eine Sitzung einberufen, an der der Kraftwerksbetreiber Energiedienst Holding, die Denkmalpflege und die Gebäudeversicherung teilnehmen werden.

«Wir wollen Klarheit schaffen, was genau und weshalb geschehen ist. Die Sicherheit der Nachbarn ist aus heutiger Sicht jedoch nicht gefährdet», sagt Guido Zimmermann, Leiter der Bauverwaltung Laufenburg.

Obwohl: Als 2013 der Balkonsturz von Hallers Wohnung untersucht wurde, wurden in der Brandschutzmauer des benachbarten Gebäudes Risse festgestellt. «Bei einer Liegenschaft, die aus dem Mittelalter stammt, ist das aber nicht weiter aussergewöhnlich.», so Zimmermann weiter. Und beschwichtigt: Es bestehe bisher kein Grund zur Sorge.

«Die Nachbarn sind natürlich verunsichert»

Die Nachbarn Hallers, die in derselben Häuserzeile zu Hause sind, an der die Terrasse wegbrach, sind trotzdem beunruhigt. «Die Nachbarn sind natürlich verunsichert», gibt der Bauverwalter zu. Es sei jetzt aber nicht so, dass die Bewohner der angrenzenden Wohnungen sich nicht mehr auf ihrem Balkon aufhalten dürften, sagt er.

Momentan wird geprüft, wie diese Risse entstanden sind und auch wie sie sich entwickeln werden – ob in Zukunft eine Gefahr bestehen könnte. Man wolle jedoch keine Angst schüren: «Wir müssen aktiv werden, es soll aber keine Panikmache werden», hält Zimmermann fest. Wichtig sei, dass eine allseitige Klarheit über den Untergrund und dessen Stabilität erzielt wird, so der Bauverwalter weiter. Da die Hoheit über die Gewässer nicht bei der Gemeinde liegt, hat die Gemeinde die Sitzung mit Vertretern des Kantons und dem Kraftwerkbetreiber gefordert.

Weiter will die Bauverwaltung die Steinschicht am Flussgrund analysieren lassen. Es soll herausgefunden werden, wie sich diese Schicht bewegt und welche Auswirkungen die Bewegungen auf den Balkonsturz gehabt haben könnten.

«Wir wollen einfach absolut sicher sein», sagt der Leiter der Bauverwaltung. Da Laufenburg grösstenteils auf harten Fels gebaut ist, schätzt Zimmermann die Gefahr als eher niedrig ein. Dennoch muss diese Sicherheit geprüft werden. Und wer bezahlt? «Die Sicherheitskosten von privaten Gebäuden liegt finanziell nicht bei der Gemeinde», so der Bauverwalter. Zimmermann hofft, Antworten auf finanzielle Fragen an der geplanten Sitzung der Gemeinde und mit dem Kanton zu erhalten.»

Architekt will nicht Stellung nehmen

Urs Schweizer von Schweizer Architekten sollte die Eigenschaften und Eigenheiten der Gebäude an der Laufengasse kennen: 2010 baute er einen Balkon an eine der Liegenschaften 29 und 30, also der Nachbarwohnungen von Haller. Über Hallers Liegenschaft mit dem abgestürzten Balkon wisse er aber nicht Bescheid: «Ich kenne das Gebäude der Laufengasse 27 nicht, da ich nur mit den Nummern 29 und 30 zu tun hatte», meint er. Der Architekt wollte dazu keine weitere Auskunft geben und die Situation nicht kommentieren.

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