Kein Littering

«Ab und zu findet man eine Dose»: Die Fricktaler und ihre saubere Weste

Einzelne Dosen schwimmen zwar schon mal in einem Fricktaler Brunnen, ein solches Ausmass wie auf dem Bild nimmt die Verschmutzung aber nie an.Symbolbild: Imago

Einzelne Dosen schwimmen zwar schon mal in einem Fricktaler Brunnen, ein solches Ausmass wie auf dem Bild nimmt die Verschmutzung aber nie an.Symbolbild: Imago

Die öffentlichen Brunnen im Fricktal sind meist frei von Littering – dennoch beschäftigen Abfälle die Bauämter.

Nach warmen Wochenenden schwimmen in Schweizer Städten oft leere Flaschen und anderer Abfall in Brunnen. In Bern etwa fordert ein SVP-Stadtrat bereits mehr Polizeikontrollen und konsequente Bussen. Ruhiger ist es an der Abfall-Front dagegen im Fricktal, wie eine Umfrage in grösseren Gemeinden zeigt.

«Ab und zu kann mal eine leere Flasche oder Dose in einem Brunnen sein», sagt etwa der Laufenburger Gemeindeschreiber Walter Marbot. «Aber es ist bei uns kein grosses Problem.» Gar kein Problem sind verschmutzte Brunnen laut Gemeindeschreiber Marius Fricker in Möhlin.

In Frick kommt es laut Bauamtsleiter Georg Schmid nur «in einzelnen Fällen» zu verschmutzten Brunnen. Und auch gemäss dem Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin ist Abfall in öffentlichen Brunnen «grundsätzlich kein Problem», nur gelegentlich müsse bei den wöchentlichen Brunnenreinigungen eine Getränkedose aus dem Wasser gefischt werden.

Littering an öffentlichen Plätzen

Allerdings: Ohne Fehl und Tadel, was Littering angeht, sind die Fricktaler dann doch nicht. Natürlich gebe es auch in Frick – vor allem bei schönem Wetter – Orte, an denen sich Leute treffen und an denen danach Abfälle liegen bleiben, sagt Georg Schmid. Eigentliche Littering-Hot-Spots hat er in Frick aber bislang nicht ausgemacht. Dennoch sei das Bauamt-Team grundsätzlich das ganze Jahr über und jeweils fast jeden Arbeitstag damit beschäftigt, irgendwo Abfälle zusammenzunehmen. «Und sei es nur vor dem Rasenmähen.» «Das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfall auf öffentlichem Grund ist in Rheinfelden immer wieder ein Thema und öffentliches Ärgernis», erklärt auch Roger Erdin. Betroffen seien öffentliche Räume wie zum Beispiel der Stadtpark, das Inseli oder verschiedene Rastplätze.

Patrouillen und Plakate

Deshalb hat die Stadt Rheinfelden auch verschiedene Massnahmen ergriffen – Plakatkampagnen gegen Littering etwa, den Einsatz einer mobilen Jugendarbeit oder zusätzliche Patrouillen der Polizei und privater Sicherheitsdienste. Auch die Rheinfelder Schulen thematisieren Littering: Im Rahmen der Aktion «Sauberes Fricktal» gehen Schulklassen mit den Mitarbeitenden des Werkhofes jedes Jahr auf Abfallsammeltour.

Auf einen Sicherheitsdienst setzte im vergangenen Jahr während dreier Monate auch Laufenburg. «Bei uns sind allerdings Vandalenakte das grössere Problem als Littering», sagt Walter Marbot. Für dieses Jahr seien bis jetzt noch keine spezielle Massnahmen geplant. Man werde die Entwicklung in der wärmeren Jahreszeit aber sicher beobachten.

Auch in Frick sind keine speziellen Massnahmen in der Pipeline. «Zwei Mal pro Woche machen wir eine Abfalltour, in der wir die öffentlichen Abfallkübel, Kübel an Feuerstellen und Robidogs leeren und Pärkli von eventuellen Abfällen ‹befreien›», sagt Georg Schmid. «Das hat bis jetzt gereicht und wir hoffen, dass sich das auch in Zukunft so verhält.»

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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