Hellikon

Aargauerin unterstützt Tiere in Griechenland

Die Fricktalerin Barbara Metzger aus Hellikon mit einigen ihrer Schützlinge auf der griechischen Insel Kreta. zg

Die Fricktalerin Barbara Metzger aus Hellikon mit einigen ihrer Schützlinge auf der griechischen Insel Kreta. zg

Barbara Metzger aus Hellikon hat sich ganz dem Tierschutz verschrieben. Auf Kreta unterstützt der von ihr vor rund 10 Jahren ins Leben gerufene Verein herrenlose Tiere. Von diesen gibt es in der Wirtschaftskrise auf der Insel mehr denn je.

Barbara Metzger aus Hellikon hat sich ganz dem Tierschutz verschrieben. Auf Kreta (Griechenland) unterstützt der von ihr vor rund 10 Jahren ins Leben gerufene Verein verlassene und herrenlose Tiere. Und von diesen gibt es in der Wirtschaftskrise auf der Insel mehr denn je. «Die Tiere leiden im Moment ganz besonders», weiss Barbara Metzger. Die Menschen in Griechenland hätten nicht mehr das Geld für Futter und Tierarzt. Die Folge: Sie setzen ihre Haustiere aus oder, schlimmer noch, sie bringen sie um.

Keine Achtung vor den Tieren

Aus Erfahrung weiss die Fricktalerin, dass Hunde oder Katzen in Griechenland nicht viel zählen: «Ihnen gegenüber wird keine Achtung entgegengebracht. Vergiftungs- und Erschiessungsaktionen sind an der Tagesordnung. Kein Tourist solle sich im Sommer durch streunende Hunde belästigt fühlen.»

Eine Bekannte der Fricktalerin war einmal in Urlaub auf Kreta. Ein abgemagerter und kranker Hund lief ihr hinterher. Sie brachte ihn in ein Tierheim. Als Barbara Metzger davon hörte, reifte in ihr der Wunsch, vor Ort zu helfen. 2003 gründete sie deshalb mit Gleichgesinnten den Verein «Schweizer Tierfreunde Kreta».

Durch die Öffentlichkeitsarbeit war es möglich, einen Kreis von rund 60 Gönnern zu gewinnen, die mit Spenden die Hilfe möglich machen. Vor Ort, auf Kreta selber, arbeitet der Verein zusammen mit Costoula Dornbrach-Stoupi (73), die ein Heim für bis 350 Hunde betreibt, und mit Silke Wrobel, die gleich mehrere Pflegestationen für Hunde, Katzen, Esel und Wildvögel unterhält. Beide sind in der Stadt Chania tätig.

Direkte Hilfe

Die Hilfe aus der Schweiz kommt direkt vor Ort an. «Ich bin in der Regel einmal pro Jahr auf Kreta und überbringe das Geld persönlich», sagt Barbara Metzger. Es sei meist billiger, Futter und Medikamente vor Ort einzukaufen. Mit dem Spendengeld werden auch Tierärzte bezahlt, die an den Tieren Operationen und Kastrationen vornehmen. Ziel ist es, Verletzungen zu behandeln und die Vermehrung zu stoppen. Den kretischen Tieren ein neues Zuhause in der Schweiz oder in Deutschland zu vermitteln, stand für den Fricktaler Verein nie im Vordergrund. Vermittlungen finden nur in Ausnahmefällen statt. Und wenn, dann wird das mögliche neue Zuhause zuvor streng geprüft.

Silke Wrobel arbeitet auch mit kretischen Schulen zusammen und wirbt bei den Kindern und Jugendlichen um einen neuen Umgang mit Tieren. «So langsam setzt sich das durch», schildert Barbara Metzger. Auch in solche Projekte fliesst das Geld der Tierfreunde.

Verein «Schweizer Tierfreunde Kreta». Barbara Metzger, Telefon 0797486030, E-Mail: heime@bluewin.ch. – Kontoverbindung: Aargauische Kantonalbank, IBAN CH37 0076 1016 1021 9114 3

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