Seit dem Jahr 1999 organisieren die Rotary-Clubs Zurzach-Brugg und Brugg-Aare-Rhein jährlich den Prix Rotary Förderwettbewerb gemeinsam mit den regionalen Musikschulen. 2006 kam der Rotary Club Laufenburg-Fricktal hinzu.

Dem Alter entsprechend gab es beim Musikwettbewerb im Oberstufenzentrum Ebnet in Frick zwei Kategorien für Streichinstrumente, eine Kategorie für Gitarre sowie zwei Kategorien für Darbietungen im Duett. Mitgebracht hatten die jungen Musikanten Querflöten, Gitarren, Cello, Fagott, Kontrabass, Euphonium, und sie setzten sich auch vierhändig ans Klavier.

Ziel des Förderwettbewerbs ist es, junge Leute zum musizieren weiter anzuspornen, Talente zu fördern, ihnen die Möglichkeit zu bieten, vor einem grösseren Publikum auftreten zu können, aber auch die Zusammenarbeit der Musikschulen weiter zu vertiefen.

Schülerinnen und Schüler, die jeweils an diesem Wettbewerb teilnehmen, werden von den entsprechenden Musiklehrern nach deren Potenzial und Talent ausgewählt. Danach folgt eine drei- bis viermonatige, intensive Vorbereitungszeit.

Die Stücke, die diesmal zu hören waren, erwiesen sich durchweg als sehr anspruchsvoll, reichten vom Barock bis in die Moderne, von Johann Sebastian Bach bis zur zeitgenössischen israelisch-iranischen Komponistin Shulamit Ran.

Die Kleinsten beeindruckten am Wettbewerb

Ganz besonders beeindruckten die Allerkleinsten an diesem Wettbewerb, die mit ihren eben mal 7 Jahren auf Cello und Violine mit grosser Ernsthaftigkeit einen einzigartigen Vortrag boten. Flott und mit Pfiff vierhändig am Klavier die «Slawischen Tänze» von Antonin Dvorák, rhythmisch packend ein «Rigaudon» von John Barrett und eine lustvoll sprudelnde «Quelle» als Eigenkomposition in Noten gesetzt vom Bad Zurzacher Musiklehrer Hanspeter Flury.

Mit lateinamerikanischen Tänzen auf Querflöte und Gitarre sowie Tangorhythmen, gespielt auf zwei Gitarren, kam sonnig-südliches Flair auf. Wunderbar das Kontrastprogramm mit der höfisch-leisen «Fantasie» von King Henry VIII. Kraftvollen Sound brachte das Euphonium-Duo in den Musiksaal, dennoch bemerkenswert einfühlsam das Stück von Felix Mendelssohn Bartholdy «Gottes Rat», jubilierend-jauchzend Johann Sebastian Bachs «Invention».

«Wir hatten es diesmal besonders schwer, die Sieger zu ermitteln», unterstrichen die fachlich hochkompetenten Juroren Katharina Gohl-Moser, Hans Brupbacher und Pino Feola, «denn alle Vorträge waren fantastisch, von ausgesprochen hoher Qualität.»

Die Ergebnisse im Überblick

Erste Plätze erhielten in der Kategorie Solo Streichinstrumente Amelie Rüfenacht (10 Jahre), Julia Graf (12) und Florina Dell Áva (14).

In der Kategorie Solo Gitarre bekam die 16-jährige Melani Skopljakovic den ersten Preis, zusätzlich noch den Rotary-Preis. Für ihr Spiel im Duett vierhändig am Klavier konnten Arielle und Amelie Rüfenacht (14 und 16 Jahre) den ersten Platz belegen. Alle diese genannten Preisträgerinnen und Preisträger besuchen die Musikschule Brugg.

Das oberste Treppchen konnten auch Elias Mühlebach und Sandro Hutter (14 und 16 Jahre) von der Musikschule Surbtal mit ihrem Euphonium besteigen.

Zwei zweite Plätze erspielten sich drei Kinder von der Musikschule Frick: René Näf (15) mit seinem Kontrabass sowie das Duo Sarah Suter (13) und Elia Kasper (12) mit Querflöte und Gitarre.

Förderpreis für zwei 7-Jährige

Den Förderpreis erhielten die beiden Jüngsten, Elvire und Aldric Rüfenacht, beide 7 Jahre alt.

Musikalisch umrahmten die Preisverleihung Jugendliche, die in den Vorjahren im gleichen Wettbewerb beste Ergebnisse erzielt hatten.