Hornussen/Rheinfelden

60 Tonnen am Kranhaken: Eine Schrottschere geht auf Reisen

Eine Stahlgigantin geht auf Reisen

60 Tonnen hingen in Hornussen am Kranhaken.

Das Entsorgungsunternehmen Waser AG zügelte eine Schrottschere von Hornussen an den Standort im Industriegebiet von Rheinfelden. Der Transport stellte eine logistische Meisterleistung dar.

Ein Schwerlast-Spezialtransporter lud den stählernen Giganten auf die Ladefläche und chauffierte ihn über die Autobahn ins untere Fricktal. Einige Zeit verstrich damit, den Lastwagen durch das Hornusser Nadelöhr, die Unterführung der Bahnlinie, hindurch zu bugsieren. Kurzzeitig stand es auf der Kippe, ob der Transporter stattdessen nicht den Umweg über Ueken nehmen muss. Doch auch die schmale Passstrasse wäre eine Herausforderung für den Chauffeur gewesen. Aber nach viel Rangierarbeit glückte die Durchfahrt unter den Gleisen und der Lastwagen kam an der Verladestation am Bahnhof Hornussen an.

Die Züglete der Schrottschere steht im Zusammenhang mit dem Ausbau des Waser-Standorts im Gebiet Chleigrüt zwischen Möhlin und Rheinfelden. «Der Standort im Rheinfelder Industriegebiet ist ideal. Denn einmal aufgebaut, beansprucht die Anlage einiges an Platz. Sie ist über 16 Meter lang, sechseinhalb Meter breit und fast sechs Meter hoch. Der Aufbau wird drei Mitarbeiter während dreier Wochen beschäftigen», heisst es in einer Medienmitteilung des Unternehmens.

85 Kubikmeter Beton fürs Fundament

«Bis alles aufgestellt und angeschlossen ist, braucht es die Zeit», sagt Geschäftsführer Marc Waser. Für das Fundament in Rheinfelden hat die Waser AG 85 Kubikmeter Beton und 10 Tonnen Stahl verbaut. Den drei Wochen Aufbau gingen zwei Wochen Abbau in Hornussen voraus, wo die Schrottschere am Bahnhof stand, auf dem früheren Areal des Unternehmens Klein. 2016 war dieses in Konkurs gegangen, und Waser übernahm einen Teil des Inventars, darunter auch die Schrottschere. Diese war aber seit 2016 nicht mehr in Betrieb.

Das soll sich jetzt am neuen Standort in Rheinfelden ändern, wo die Anlage künftig rund 7000 Tonnen Altmetall aufbereiten wird. Die Schrottschere der Firma Waser kann Altmetall in Stücke schneiden und auch Autos in handliche kleine Würfel pressen.

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