Auf dem alten Brauereiareal am Rhein laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren, erste Konturen des Salmenparks sind schon deutlich erkennbar. Der Rohbau für das künftige Wohn- und Pflegezentrum ist jetzt schon markant, der Komplex wächst praktisch Tag um Tag in die Höhe. Ein ehrgeiziger Zeitplan sieht vor, dass im Spätherbst 2015 die Bezugsfertigkeit signalisiert werden kann. Dies verdeutlichte eine Info-Veranstaltung im Kurbrunnensaal, wohin fast 300 Interessierte kamen.

Sehr zur Überraschung auch von Stadtammann Franco Mazzi, der angesichts der demografischen Entwicklung einmal mehr die Bedarfsplanung für Langzeitpflege und Betreuung im Fricktal skizzierte. «Wir befinden uns auf gutem Weg, was die Versorgungskette im Alter anbelangt.»

Stadt hält 49 Prozent

Mazzi rechnete vor, dass bis 2030 zwischen 400 bis 700 Pflegeplätze in der Region erforderlich sind. Rheinfelden startet mit dem Salmenpark, in Laufenburg, Stein, Möhlin und Kaiseraugst sollen in den nächsten Jahren weitere Plätze realisiert werden.

In Rheinfelden engagiert sich die Kommunalpolitik stark, denn an der Aktiengesellschaft Wohn- und Pflegezentrum Salmenpark hält die Stadt 49 Prozent, der Betreiber Seniocare verfügt über 51 Prozent des Stammkapitals.

Für CEO Beat Ammann gab es im Kurbrunnensaal keine Zweifel, dass das Rheinfelder Engagement von Seniocare richtig ist: «Auf historischem Areal entsteht in Altstadtnähe ein Dienstleistungszentrum für Seniorinnen und Senioren.» Vorgesehen sind im Pflegesektor rund 100 Betten, wobei die Planung von 77 Einzel- und 12 Doppelzimmern ausgeht. Darüber hinaus gibt es 26 altersgerechte Wohnungen mit Loggia, wobei die Gastronomie des Hauses ebenso genutzt werden kann wie der komplette Dienstleistungsbereich.

Die Demenzstation mit separatem Dachgarten bietet 22 Plätze. «Wir realisieren hier ein Vorzeigeprojekt», zeigte sich Beat Ammann optimistisch. Und er kündigte an, dass nach Projektvollendung zuerst die Bewohner und Mitarbeitenden des benachbarten Altersheimes Kloos umgesiedelt werden.

Mit baulichen und organisatorischen Details beschäftigte sich Vorstandsmitglied Peider Nicolai. Barrierefreiheit sei selbstverständlich, ebenso ein Notrufsystem mithilfe rund um die Uhr. Es gebe hausinterne Spitexleistungen und eine Reihe von gemeinsamen Aktivitäten wie Turnen, Ausflüge, Gedächtnistraining, Malen und Werken oder Filmvorführungen.

Wohn- und Betreuungsrecht

Nicolai erwähnte auch flexible Essenszeiten, Mehrzweckräume und die Chance, auch Gäste mit ins Haus zu bringen. Mehr noch: «Ein lebenslanges Wohn- und Betreuungsrecht wird garantiert.» Geplant sei, im August 2015 eine Musterwohnung zur Besichtigung freizugeben; für den 30. Oktober 2015 plane man einen Tag der offenen Türen für die Bevölkerung.