Fricktal
40 Alterswohnungen in Laufenburg

Die Neu- und Umbauten des Vereins Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF) standen am Mittwoch im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung.

Hans Christof Wagner
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Neben der Binkert Buag AG sind zwei Gebäude mit 40 Alterswohnungen geplant.mf

Neben der Binkert Buag AG sind zwei Gebäude mit 40 Alterswohnungen geplant.mf

Marc Fischer

Präsident Bernhard Horlacher berichtete von den Fortschritten des neuesten Projekts in Laufenburg. Nahe des XL-Centers sollen zwei viergeschossige Wohngebäude mit Raum für 40 Alterswohnungen entstehen.

Mitte Juli wolle der Verein das Baugesuch für das 14-Millionen-Franken-Vorhaben einreichen. Dessen Finanzierung stehe im Grundsatz, könne im Detail aber erst festgezurrt werden, wenn das Projekt offiziell auf dem Weg ist. Horlacher kündigte für die kommenden Wochen Infoveranstaltungen für die Anstösser und die Allgemeinheit an. Die Wohnungen sollen auf den Sommer 2017 bezugsbereit sein.

Schon im kommenden Frühjahr soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein, das den VAOF bereits seit anderthalb Jahren beschäftigt: Die Modernisierung und Erweiterung des Alterszentrums Klostermatte in Laufenburg von momentan 80 auf künftig 105 Betten. Zentrumsleiter Heinz Stucki berichtete den Mitgliedern vom Fortschritt der Arbeiten, aber auch von Rückschlägen in Form von undichten Dächer und Rohrbrüchen.

Einbau eines Lifts, statische Ertüchtigung von Haus A, Abbau der Balkone – die Arbeiten in der Klostermatte bringen sowohl für die Bewohner wie auch fürs Personal grossen Stress mit sich. Um die Beschäftigten dafür zu entschädigen, hat der Verein beschlossen, ihnen für dieses Jahr einen zusätzlichen Ferientag zu genehmigen. «Wir wollen nicht nur, dass sich unsere Senioren bei uns wohlfühlen, wir wollen auch ein attraktiver und menschlicher Arbeitgeber sein», unterstrich Horlacher.

Vergleichsweise bescheiden nehmen sich die Umbauarbeiten im Alterszentrum Bruggbach in Frick aus, über die Leiterin Madeleine Dörflinger berichtete: Erneuerung des Speisesaals, Anlage eines Gartens, neue Beleuchtung für mehr Sicherheit und Wohlgefühl der Bewohner waren die wichtigsten Projekte.

Geschäftsführer Andre Rotzetter stellte die Jahresrechnung 2014 vor. Bei 17,7 Millionen Franken Einnahmen schliesst die Rechnung mit einem Verlust in Höhe von 14 725 Franken ab. Rückstellungen von 455 000 Franken und mit 12 Millionen Franken gegenüber 2013 doppelt so hohe Baukredite und Hypotheken kennzeichnen das Zahlenwerk, das die Mitglieder einstimmig genehmigten.

Abrechnungsprobleme

Rotzetter berichtete auch von Abrechnungsproblemen mit Krankenkassen. So seien über einen Zeitraum von einem halben Jahr für drei Heimbewohner keine Rechnungen mehr bezahlt worden.

Probleme gebe es auch für die Zukunft, stellten die Tarifsuisse-Versicherungen ab 1. Juli doch die Vergütung von bestimmten Pflegematerialien ein. «In Bern Einfluss auf die Gesundheitspolitik zu nehmen, ist für mich auch die Hauptmotivation meiner Kandidatur zum Nationalrat», sagte Rotzetter. Horlacher betonte, dass der VAOF im Falle von Rotzetters Wahl ihn als Geschäftsführer behalten wolle, mit einem Pensum von mindestens 40 Prozent.