Zeihen
34 Vögel aus Frankreich sind im Fricktal gelandet

Die gefiederten Bewohner des Vogelparks Ambigua von Rolf und Manuela Lanz in Zeihen sind eingetroffen. Nächstes Jahr wird der Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Karin Pfister
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Zwei Goldsittiche warten auf den Umzug ins Fricktal
8 Bilder
Sie machen sich auf Futtersuche
Rolf und Manuela Lanz mit einem Goldsittich
Ein Hyazinth-ARA befindet sich in der Transportbox
Die Goldsittiche sind in ihrem Zuhause angekommen
Das Aussengelände des Zeiher Vogelparks Ambigua
Der Papagei erkundet sein neues Gehege
34 Vögel aus Frankreich sind im Fricktal gelandet

Zwei Goldsittiche warten auf den Umzug ins Fricktal

Karin Pfister

Müde, aber glücklich sei er, sagte Rolf Lanz gestern Nachmittag in Zeihen, nachdem alle Vögel wohlbehalten in ihren Gehegen im neuen Vogelpark Ambigua untergebracht worden waren.

Der Tag hatte für Rolf Lanz und seinen Mitarbeiter um vier Uhr morgens in Tallans in Frankreich begonnen. «Alles lief reibungslos. Das Einfangen der 34 Vögel dauerte nur zwei statt der geplanten drei Stunden.» Drei weitere Stunden verbrachte der Transporter am Zoll, wo alle Papiere nochmals kontrolliert wurden.

Elf Monate Vorbereitung

Auch in Zeihen war die Stimmung angespannt: Manuela Lanz und ein weiterer Mitarbeiter hatten alle Volieren vorbereitet, frische Äste, Wasser und Futter bereitgestellt. Als der Transporter, wie geplant, kurz nach 12 Uhr in die Einfahrt bog, war die Erleichterung gross. Elf Monate hatte sich Rolf Lanz auf diesen Tag – mit dem Umzug seiner Aras und Sittiche – vorbereitet.

«Ich hatte fünf Vorgespräche am Zoll wegen der Aus- und Einfuhr der Tiere. Auch deshalb hat alles so gut geklappt.» Zusammen mit den Mitarbeitern trugen er und seine Frau Manuela die 28 Vogelkisten in die Vogelhäuschen und entliessen die Aras und Sittiche in ihr neues Heim. Lautes Gekrächze und Gezwitscher war daraufhin zu vernehmen.

«Während der Fahrt haben sich die Vögel ruhig verhalten.» Auch wenn der Transport problemlos war, so ein Umzug sei natürlich trotzdem stressig für die Tiere, so Rolf Lanz weiter. Er rechne damit, dass sie deshalb in den nächsten Tagen wenig bis gar keinen Appetit haben. Rund zwei bis vier Wochen bleiben die neuen Vogelpark-Bewohner in den Innenvolieren, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Dann dürfen sie trotz winterlicher Temperaturen ins Aussengehege. «Mit unserem Klima haben die südamerikanischen Vögel kein Problem.»

Fertig ist die «Vogel-Züglete» aber noch nicht. Rund 50 bis 60 Vögel warten noch in Frankreich. «Die Aras und Sittiche waren die Wichtigsten und wegen des Artenschutzgesetzes auch am aufwendigsten abzufertigen beim Grenzübertritt.»

Ab 2015 auch für die Öffentlichkeit

Der Spatenstich für den Vogelpark Ambigua fand im August 2011 statt. Die Anlage in Zeihen ist in dieser Form einmalig in der Schweiz. Der Park ersetzt die kleinere Anlage, die Rolf Lanz in Frankreich betrieben hat, und wird ab dem 2. Mai 2015 für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Ein wichtiger Bestandteil des Parks ist die Zuchtvoliere, mit der Rolf Lanz auch einen Beitrag zum Artenschutz leisten möchte.

Im Vogelpark Ambigua werden – nebst Führungen für Gruppen – auch Bastelnachmittage für Kinder sowie Workshops für Vogelliebhaber angeboten.

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