Wegenstetten

300 Sänger sorgen für facettenreiche Kirchenmusik

Die Chorgemeinschaft Frick, Mumpf und Hornussen wurde von Simon Mösch geleitet. An der Orgel begleitete Charlotte Moor.

Die Chorgemeinschaft Frick, Mumpf und Hornussen wurde von Simon Mösch geleitet. An der Orgel begleitete Charlotte Moor.

Der Kirchenmusikverband (KMV) Fricktal lud zum Verbandsfest ein. Der Anlass zeigte das breite Spektrum der Kirchenmusik.

Die auf einer kleinen Anhöhe gelegene Kirche St. Michael in Wegenstetten war bis auf den letzten Platz besetzt, als Ursula Stäuble, Präsidentin des Kirchenmusikverbands (KMV) Fricktal, die Gästeschar willkommen hiess. Marcel Bamert, OK-Präsident und Leiter des Gesamtchors, sagte: «Wir haben uns auf dieses Fest gefreut.»

Ortspfarrer Alexander Pasalidi rief der grossen Gemeinde zu: «Alles was Odem hat, lobe den Herrn.» Als Vertreter der Kirchenpflege begrüsste Gregor Lenherr die rund 300 Sänger und führte aus: «Wenn alle mitsingen, so wie dies heute der Fall ist, dann sind wir Teil der Musik. Dies ist ein Beitrag für Toleranz, Offenheit und den Frieden.»

Chöre aus dem ganzen Fricktal

Das anschliessende, beinahe vierstündige Programm bot einen beeindruckenden Querschnitt durch das kirchenmusikalische Schaffen im Fricktal. Den Auftakt machte der einheimische Chor mit der «Ostermesse», einer Komposition von Chorleiter Marcel Bamert. Die einfachen, fröhlichen Melodien sprachen alle an. Untermalt wurde der Gesang mit Flöten- und Klarinettenklängen.

Die Chorgemeinschaft Obermumpf-Schupfart-Wallbach sang Werke zum Thema «Rund um das Kirchenjahr», beginnend mit einem Choral über «Es ist ein Ros entsprungen» bis hin zu «Selig sind die Toten». Ganz anders tönte es bei der Chorgemeinschaft Eiken-Stein.

Von Saxofon, Cajón (eine Art Kistentrommel) und Orgel begleitet, sangen sie vorwiegend rhythmische Gesänge, oft unterstützt vom Klatschen des Chors und des Publikums. Die Chorgemeinschaft Laufenburg-Sulz-Kaisten-Gansingen sang Lieder von der Moderne bis hin zu den alten Meistern, wobei der Höhepunkt wohl der Psalm 100 von Felix Mendelssohn Bartholdy war.

Mit einem kräftigen «Jubilate Deo» eröffneten die Chöre von Frick, Mumpf und Hornussen ihre Darbietungen. Nicht nur der Gesang war hochstehend, augenfällig auch die ganz in Schwarz gekleideten Chormitglieder, lediglich farblich mit einer roten Krawatte beziehungsweise einem roten Schal aufgelockert.

Die Chorgemeinschaft von Zeihen und Herznach-Ueken konzertierte abwechslungsweise mit zwei Solisten, einem Tenor und einem Bass. Nebst den Einheimischen war Gipf-Oberfrick der einzige Chor, der allein auftrat. Mit fünf Liedern aus fünf verschiedenen Sprachen hatten sie ein ganz besonderes Programm zusammengestellt, das zur Freude des Publikums in Schweizerdeutsch endete mit dem bekannten Lied: «Du fragsch mi, wer ich bi.»

Musik macht Liturgie zum Fest

Der Höhepunkt war zweifellos der abschliessende Gottesdienst, der unter Leitung von Marcel Bamert mitgestaltet wurde vom mächtigen Chor der 300 Sängerinnen und Sänger.

Pfarrer Pasalidi sagte einleitend im Gottesdienst: «Was ich heute mit euch zusammen erleben durfte, ist sensationell.» Und Gemeindeleiter Christoph Küng, Präses des KMV Fricktal, führte in seiner Predigt aus: «Ihr lobt und preist Gott mit euren Liedern. Die Musik macht die Liturgie zu einem Fest.»

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