Eine Fortsetzung der Kinderuni ist gesichert. Professor Helmar Burkhart wird Mitte September das neue Vorlesungsprogramm vorstellen. Weiterhin werden der Kursaal in Bad Säckingen und der Saalbau in Stein die alternierenden zwei Campus sein. Ein Resümee und der Dank an die ehrenamtlichen Initiatoren standen im Mittelpunkt des sommerlichen Pressegespräches im Sitzungsaal des Rathauses.

Vonseiten der Stadtverwaltung Bad Säckingen ist Ralf Däubler mit der Rektoratsarbeit betraut. Alle Mitarbeiter erhielten für ihre ehrenamtliche Arbeit ein Präsent. Denn der bürokratische Aufwand sei schon beträchtlich, wie übereinstimmend von Verwaltungsseite betont wurde. «Ohne deren Engagement», so Däubler «könnten wir das nicht stemmen». Die erlebte Freude der Kinder entschädige die Mitorganisatoren für ihre Arbeit.

Keine Eliteschule

214 Kinder kamen von der deutschen Hochrheinseite und 86 von der schweizerischen zu den Vorlesungen. Die 8- bis 12-Jährigen sind hoch motiviert. Der Kinderunirektor Burkhart sieht darin den Erfolg dieses Projektes gesichert. Es «soll keine Eliteschule sein, aber wir haben die Elite darunter», so Burkhart.

Die Kinder sind wissbegierig und die Themen sprechen die Kinder an. Eine Geheimschrift als mathematische Komponente zu begreifen, war nicht schwer zu vermitteln. Die Didaktik war offensichtlich zeitgemäss und kindgerecht. Ein Vorteil dabei war, dass die Vorlesungen an anderen Kinderuniversitäten bereits gehalten wurden. Und die Resonanz und Rückmeldungen der Kinder seien beeindruckend gewesen.

Die Hochrheinkommission hat sich im Rahmen ihres Kleinprojektfonds beteiligt. Der grenzüberschreitende Gemeinschaftsgedanke fördere vorbildlich die Begegnungen vor Ort. Da es immer nur eine Anschubfinanzierung für ein Projekt vonseiten der Hochrheinkommission gibt, wird ab kommendem Semester die Finanzierung durch Sponsoren gesichert.

Die Kinderuni hat im abgelaufenen Vorlesungszeitraum Kosten von 6700 Euro verursacht. Pro Kopf und Vorlesung waren damit die kalkulierten Aufwendungen von fünf Euro knapp überschritten. Das verstehen die Initiatoren jedoch als ein Beitrag in die Chancengleichheit der nachkommenden Generation. (GL/Badische Zeitung)