Rheinfelden

300 Gäste schwangen das Tanzbein

Trotz 300 Besuchern hatte jedes Tanzpaar genug Platz zum Tanzen im Bahnhofssaal

Trotz 300 Besuchern hatte jedes Tanzpaar genug Platz zum Tanzen im Bahnhofssaal.

Trotz 300 Besuchern hatte jedes Tanzpaar genug Platz zum Tanzen im Bahnhofssaal

Der erste Event von «Fricktal tanzt» im Bahnhofsaal Rheinfelden war ebenso ausverkauft wie der vorgängige Workshop.

«Ich finde Tanzen macht glücklich», erklärt Barbara Obrist, die aus Stein zum Tanzevent «Fricktal tanzt» in den Bahnhofssaal nach Rheinfelden gekommen ist. Dort trifft sie sich mit ihrer Freundin Ellen Häbig aus dem badischen Rheinfelden. Beide Frauen schwingen schon viele Jahre das Tanzbein, sind aber ohne Tanzpartner gekommen. Die finden sich vor Ort. «Man muss offen sein und schauen wie die anderen tanzen und dann fragt man einfach», meint Obrist und Häbig ergänzt: «In der Schweiz sind die Partytänzer etwas ganz Essentielles. Das gibt es in Deutschland gar nicht.»
Auch im Bahnhofssaal gibt es sechs Partytänzer, die unbegleiteten Frauen als Partner zur Verfügung stehen. Drei für Discofox, drei für Latin-Stile. Nach zwei Liedern wechselt der Partytänzer die Partnerin. Mit Leuchtarmbändern können ihnen die Frauen signalisieren, wenn sie aufgefordert werden wollen. Grün steht für Disco Fox, Rot für Latin, Weiss für beides.

Ausgebuchter Workshop

Der grosse Saal bietet viel Platz und schon im vorderen Bereich bietet eine kleinere Tanzfläche vor der Bar den Paaren Platz, ihre Runden zu drehen. Umsäumt von Tischen drehen sich die meisten Tanzpaare unter einer riesigen Discokugel vor der Bühne, auf der andere Besucher eine Ruhepause einlegen und DJ 43 alias Christian Hug die Musik steuert. Vor der Bühne tanzen die Paare zu «Katchi» von Ofenbach. Hug erklärt, dass er den Schwerpunkt auf Latin und Discofox legt. «Aber ich spiele schon querbeet», sagt er. Bei 120 Titeln wird eine breite Vielfalt an Standard- und lateinamerikanischen Tänzen ermöglicht. «‹Atemlos› von Helene Fischer wird jedes Mal gewünscht», so der DJ.


Da es so aussah, als ob der Liebrüti-Saal in Kaiseraugst nicht mehr zur Verfügung stehe, musste die bisher dortige Veranstaltung «Kaiseraugst tanzt» ausweichen. Während in Kaiseraugst dieses Jahr nur ein Tanzevent ausgerichtet wird, organisiert der Verein «Fricktal tanzt» vier Veranstaltungen in Rheinfelden, erklärt Däni Anderhub. Zusammen mit seiner Ehefrau Sabine und Oliver Jucker hatte Anderhub zunächst den gemeinnützigen Verein «Kaiseraugst tanzt» und nun als zweiten Verein «Fricktal tanzt» gegründet (die AZ berichtete). Zum ersten Tanzevent im September 2017 waren 150 Personen gekommen, danach waren es immer um die 250, erzählt Anderhub. Da der Bahnhofssaal mehr Platz bietet, wurde das Limit diesmal auf 300 hoch gesetzt.
Vor fünf Tagen waren sowohl der Tanzevent wie auch der auf 70 Personen limitierte, zuvor stattfindende Tanzworkshop ausverkauft. «Ich würde es gern öfter machen», so Anderhub, allerdings müssen für jeden Anlass vier bis fünf Tonnen Material auf- und abgebaut werden. Im Bahnhofssaal packten dafür neun Personen an. Mit den Veranstaltungen will der Verein dem Paartanz eine Plattform bieten, da es dafür eine Nachfrage, aber kaum Angebot gebe, meint Anderhub. Für den Sommer ist eine Open-Air-Tanzveranstaltung geplant, für die allerdings die Location noch nicht feststeht.

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