Fricktal
30 Kilo Pommes und 50'000 Besucher: Hitze beschert den Badis einen Höhenflug

Wenige Tage vor Saison-Ende ziehen die Schwimmbäder eine positive Bilanz.

Nadine Böni
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Unter anderem die Hitzewelle Mitte Juni bescherte den Schwimmbädern im Fricktal (hier Frick) eine Traumwoche.

Unter anderem die Hitzewelle Mitte Juni bescherte den Schwimmbädern im Fricktal (hier Frick) eine Traumwoche.

Es scheint, als würde sich der Sommer zum Abschied nochmals von seiner besten Seite zeigen wollen. Bis Mitte der Woche sind in der Region meist strahlender Sonnenschein und Temperaturen über der 30-Grad-Marke zu erwarten. Das zeigen die Wetterprognosen. Für die Fricktaler Badis heisst das: Noch einmal alles geben – schliesslich ist danach die Saison bald zu Ende.

Die meisten Schwimmbäder in der Region schliessen in wenigen Tagen. In Wölflinswil beispielsweise ist der Sonntag, 10. September, der letzte Badi-Tag. In Kaiseraugst, Rheinfelden und Laufenburg ist es am Wochenende darauf soweit. Zeit also, eine Saison-Bilanz zu ziehen.

50 000 Gäste in Möhlin

Und die fällt in allen befragten Schwimmbädern positiv aus. Die langen SchönwetterPerioden und Hitzewellen – etwa im Juni – haben den Badis einen tollen Sommer beschert. 50 000 Gäste besuchten beispielsweise die Möhliner Badi. Das ist zwar weit weg vom Allzeit-Rekord aus dem Hitzesommer 2003. Damals strömten fast 100 000 Gäste ins Schwimmbad. Aber: «Wir sind zufrieden. Es war sicherlich ein guter Sommer», sagt Badmeister Patrick Peter.

Diese Meinung teilt Alf Hesse. Er ist seit dieser Saison der Betreiber des Kiosks im Schwimmbad in Möhlin. «Der Sommer hat gut angefangen und so ging es weiter. Es war ein Start, wie ich ihn mir nicht besser hätte vorstellen können», so Hesse.

Besonders freut Badmeister Peter, dass das neue Kinderbecken bei den meisten Badegästen gut angekommen sei. «Wichtig ist auch, dass es zu keinen grösseren Unfällen kam. Wir werden unser Bestes geben, dass das so bleibt», sagt Peter.

30 Kilo Pommes an einem Tag

Über eine grösstenteils unfallfreie Saison kann sich auch Hermann Stitz, Badibetreiber in Wölflinswil, freuen. Ausser einiger kleiner Schürfwunden und wenigen Bienen- und Wespenstichen musste er keine Verletzungen behandeln. «Das ist das Wichtigste», sagt Stitz. Die genauen Zahlen zu den Eintritten werden zwar erst nach dem Saisonabschluss erhoben – «über den Daumen gepeilt waren es aber mehr als im letzten Jahr», so Stitz.

Vor allem auswärtige Schulklassen hätten die kleine Badi beim Schulhaus Huebmet vermehrt besucht. Auch in Laufenburg steht die genaue Zahl der Besucher noch nicht fest. Durchschnittlich seien zwischen 300 und 400 Eintritte pro Tag verkauft worden, sagt Ivo Nassi. Gemeinsam mit Andreas Herrmann führt er seit der Saison 2016 das Restaurant im Schwimmbad. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich hungrig: 100 Portionen Pommes frites hat das Restaurant-Team an gewissen Nachmittagen verkauft – das sind rund 30 Kilogramm Kartoffeln.

Arbeit nach der Saison

«Neben dem Tagesgeschäft im Restaurant blieb so kaum Zeit», sagt Nassi. Nach Saisonschluss gibt es daher noch gewisse administrative Aufgaben zu erledigen. Und auch auf der Anlage wird dann gearbeitet: Unter anderem werden die Filteranlagen in der Wasseraufbereitung revidiert. Deshalb ist eine Saison-Verlängerung kein Thema – selbst wenn das Wetter schön bleibt. «Am 16. September ist Schluss. Die Termine für die Revision sind schon abgemacht», sagt Nassi.