Sulz
30 alte Strickmaschinen erinnern an Schweizer Industriegeschichte

Die 4. Generalversammlung des Vereins KulturWerk-Stadt stand ganz im Zeichen der Konsolidierung. Die Finanzen sind im Lot, die Mitgliederzahl wächst stetig und die einzelnen Kulturbereiche bereiten viel Freude.

Lukas Weiss
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Gut besuchte, vierte Generalversammlung des Vereins KulturWerk-Stadt Sulz.

Gut besuchte, vierte Generalversammlung des Vereins KulturWerk-Stadt Sulz.

Sichtlich stolz durften Präsident Reto Weiss und seine Vorstandskollegen an der 4. Generalversammlung gleich 10 neue Mitglieder begrüssen. Demgegenüber gab es 2 Austritte, womit die Mitgliederzahl nun bei stolzen 108 Personen liegt. Die Vereinskasse präsentiert sich nicht zuletzt dank der hohen Aktivität der Vereinsmitglieder (Vorführungen, Backtage, Strickwarenverkauf und so weiter) und auch diverser Sponsoren trotz einiger Investitionen ausgeglichen. Die Zusammenarbeit mit «Aargau Tourismus» und dem «Jura Park» ist im vollen Gange, gemeinsame Projekte bereits realisiert oder geplant.

Die Jahresberichte von Präsident Reto Weiss, Ewald Kalt (Handwerke und Traditionen) und Angie Weber (Werken und Gestalten) lassen erahnen, wie viel Enthusiasmus und Zeitaufwand hinter den einzelnen Ressorts steckt. Neben den Kursangeboten hat sich besonders die Holzofen-Bäckerei erfreulich entwickelt. Die Brotbacktage am jeweils ersten Dienstag im Monat sind sehr gut besucht. Aber auch das Apéro-Team bietet mittlerweile ausgesuchte Spezialitäten aus dem Holzofen an.

Ressortleiter Ewald Kalt beleuchtet in seinem diesjährigen Jahresbericht vor allem die Arbeit des Teams der Strickerinnen. Was zu Beginn noch relativ einfach ausgesehen hatte, entpuppte sich schnell als anspruchsvolle Feinstarbeit. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass man bereits in einem frühen Stadium auf Werner Schaub, einen ausgewiesenen Spezialisten im Bereich Dubied-Strickmaschinen gestossen ist. Mittlerweile befinden sich 30 alte Strickmaschinen im Besitze des Vereines, wovon neun Stück bereits komplett restauriert und funktionstüchtig sind. Damit besitzt die KulturWerk-Stadt mittlerweile wohl die kompletteste Sammlung an Strickmaschinen seit der letzten Jahrhundertwende und ein beachtliches Stück Schweizer Industriegeschichte.

Die Restauration der Maschinen erforderte unzählige Arbeitsstunden, zu einem grossen Teil in Fronarbeit. Nicht umsonst nennt der Präsident Werner Schaub «die Seele der Strickerei». Sei es die alten Maschinen zu entrosten, zu schmieren, auf den 100stel Millimeter auszumessen oder Ersatzteile zu besorgen, Werner ist immer zu Stelle. Damit nicht genug, müssen auch viele Strickmuster wieder erarbeitet und schriftlich festgehalten werden. Kurz und Gut, ohne Werner Schaub wären Vorführungen, wie sie heute vom Verein angeboten werden kaum möglich. Ressortleiter Kalt dankt dem Geehrten und übergibt ein kleines Präsent.

Pünktlich auf die GV konnte auch die neue Homepage aufgeschaltet werden. Unter www.kulturwerk-stadt.ch finden sich Anmeldeformulare, der Veranstaltungskalender und aktuelle News über den Verein.

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