Laufenburg
2700 junge Lachse schwimmen jetzt im Rhein

Im Elsass wurden sie gezüchtet und nun als rund 10 bis 15 Zentimeter lange Sömmerlinge von Mitgliedern der Fischerzunft der Stadt Laufenburg im Rhein ausgesetzt: 2700 junge Lachse schwimmen im Fluss.

Walter Christen
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Zunftmeister Alfred Künzli beim Einsatz von Junglachsen beim Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern
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Samuel Gerhard holt Lachse aus einem der Transportbehälter
Lachs-Sömmerling vor der Freilassung im Rhein
So sieht ein junger Lachs aus, der in den Rhein entlassen wird.
Vom Transportbehälter kommen die Lachse in den Eimer und dann in den Rhein
Sepp Rehmann lässt Junglachse im Rhein frei
2700 junge Lachse schwimmen jetzt im Rhein
David Bittner, rechts, und Samuel Gerhard vom Kanton haben die Lachse nach Rheinsulz gebracht
Ueli Germann setzt Lachs-Sömmerlinge im Rhein ein

Zunftmeister Alfred Künzli beim Einsatz von Junglachsen beim Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern

Walter Christen

Alfred Künzli aus Laufenburg, Zunftmeister der Fischerzunft der Stadt Laufenburg, freute sich über den Einsatz von Junglachsen im Rhein: «Die Lachse bleiben vorerst im Gewässer, in dem sie ausgesetzt wurden. Dann wandern sie flussabwärts ins Meer. Wir Fischer hoffen, dass baldmöglichst alle Staustufen so ausgebaut sein werden, dass die Lachse dereinst vom Meer her wieder zurück zu uns an den Hochrhein schwimmen können.»

Lachse mit Polizeiboot nach Basel gebracht

Der Zunftmeister traf sich, zusammen mit den beiden Zunftmitgliedern Sepp Rehmann aus Kaisten und Ueli Germann aus Schwaderloch, an der Schiffsanlegestelle in Rheinsulz, wo David Bittner und Samuel Gerhard von der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau mit ihrer wertvollen Fracht vorfuhren. Sie brachten mit einem Kleinbus in drei mit Sauerstoff belüfteten Wasserbehältern insgesamt etwa 2700 Lachs-Sömmerlinge mit. Die Fische stammen aus einer Fischbrutanstalt im Elsass. Sie wurden mit einem Polizeiboot nach Basel transportiert, wo sie die beiden Aargauer in Empfang nehmen konnten.

Etwa 300 kleine Lachse entliessen die Männer in Rheinsulz bei der Bachmündung in den Rhein, weitere 800 bei der Einmündung des Etzgerbachs, die anderen Lachse je etwa zur Hälfte beim Schwaderlocher Pontonierdepot und im Umgehungsgewässer beim Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern.

Im Aargau werden seit 2006 im Rhein und in geeigneten Seitengewässern junge Lachse eingesetzt. Damit der längerfristige Erfolg der Besatzmassnahmen dokumentiert werden kann, erhalten die meisten Lachs-Sömmerlinge eine Markierung. Das heisst, winzige magnetisierte Stahlstiftchen werden den jungen Lachsen ins Gewebe im Kopfbereich injiziert. Die Markierung ist so klein, dass sie am Fisch nicht direkt ersichtlich ist, doch mittels Magnetdetektor gelesen werden kann. Zahlencodes geben dann genau an, woher ein gefangener Fisch stammt.