Frick
250 000 Franken für bessere Beleuchtung der Zebrastreifen

«Fussgängerstreifen in unserer Gemeinde müssen für die Benützer sicherer werden», so die Forderung. Die Fricker Behörde entschloss sich zum Handeln, nachdem im Winter tragische Unfälle auf Fussgängerstreifen grosse Bestürzung ausgelöst hatten.

Walter Christen
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Das Trottoir rechts wird verlängert und links eine zusätzliche Lichtquelle installiert: Beispiel von baulichen Sanierungsmassnahmen beim Fussgängerstreifen auf der Bahnhofstrasse in Frick. CHR

Das Trottoir rechts wird verlängert und links eine zusätzliche Lichtquelle installiert: Beispiel von baulichen Sanierungsmassnahmen beim Fussgängerstreifen auf der Bahnhofstrasse in Frick. CHR

Es gab sicher ab und zu einzelne Stimmen aus der Bevölkerung, aber einer hat sich während Jahren nicht zufrieden gegeben und ist beim Gemeinderat Frick immer wieder vorstellig geworden: «Fussgängerstreifen in unserer Gemeinde müssen für die Benützer sicherer werden», lautete die Forderung von Markus Kunz, dem ehemaligen Grossrat.

Die Fricker Behörde entschloss sich sodann zum Handeln, nachdem im vergangenen Winter landesweit einige tragische Unfälle auf Fussgängerstreifen grosse Bestürzung ausgelöst hatten. «Die Unfallstatistiken belegen zwar, dass die Anzahl der Verkehrstoten im Strassenverkehr in den letzten Jahren erfreulicherweise zurückgegangen ist, was aber leider für Unfälle auf Fussgängerstreifen nicht zutrifft», so der Gemeinderat, der aus diesem Grund die Fussgängerstreifen auf Kantons- und Gemeindestrassen hinsichtlich baulicher und beleuchtungstechnischer Mängel überprüfen liess.

18 Fussgängerstreifen im Test

Das Resultat des Fricker Fussgängerstreifen-Tests wurde dem Souverän an der Gemeindeversammlung vom 17. Juni präsentiert beziehungsweise erläutert: 18 Fussgängerstreifen wurden untersucht, wovon bei drei Strassenübergängen keine Massnahmen erforderlich sind. Bei zehn weiteren Streifen muss die Beleuchtung angepasst oder erweitert werden, und an weiteren fünf Standorten sind bauliche Massnahmen nötig. Die Verbesserungen wurden mit dem Kanton besprochen, der die Bestrebungen unterstützt.

Markus Kunz bedankte sich beim Gemeinderat für die Umsetzung der Massnahmen und bemerkte: «Gefahren auf Fussgängerstreifen entstehen nicht nur durch die Strassensituationen an sich, sondern vor allem auch durch jene Fussgänger, die ohne Handzeichen einfach über die Strasse latschen.» Es gibt übrigens Stimmen, die behaupten: «Auch Esel benützen Zebrastreifen ...»

Wartezonen ausreichend erhellen

Ein Schwerpunkt der Fussgängerstreifensanierung ist die Verbesserung der Beleuchtung, die in beiden Fahrtrichtungen in einem idealen Abstand zum Fussgängerstreifen stehen und auch die Wartezonen ausreichend erhellen soll. Als bauliche Anpassungen kommen aus Sicht des Gemeinderats Frick beispielsweise Mittelinseln als Wartezonen infrage oder der Schutz der Fussgänger in den Wartezonen bei Einmündungen oder Strassenverzweigungen. Kontrolliert und allenfalls ausgetauscht werden sollen bei dieser Gelegenheit auch die Signalisationen und die Beschaffenheit der Markierungen vor Ort. Nicht unterlassen wird ferner das Zurückschneiden von sichtbehindernden Sträuchern und Ästen.

Wie der Gemeinderat versicherte, erfolgt die Umsetzung der notwendigen Massnahmen bei den betreffenden Fussgängerstreifen in den nächsten zwei bis drei Jahren. Priorität geniessen dabei die besonders stark frequentierten Fussgängerstreifen. Die Projekte auf den Kantonsstrassen werden im Einvernehmen mit dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons realisiert.

191000 Franken für Beleuchtung

Der von der Gemeindeversammlung übrigens mit grossem Stimmenmehr genehmigte Kredit von 250000 Franken enthält allein für bauliche Massnahmen und Beleuchtung bei Fussgängerstreifen 191000 Franken, der Rest verteilt sich auf diverse Ausgabenposten.

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