Oberes Fricktal

25 Veranstaltungen luden zum Lernen ein

© Aargauer Zeitung

24 Stunden stand in der ganzen Region das lebenslange Lernen im Mittelpunkt. Am Lernfestival konnten die Teilnehmer an 25 Standorten verschiedene Veranstaltungen besuchen. So stand auch Filzen auf dem Programm.

«Heute morgen war die Stimmung besonders schön. Während dem Filzen konnten wir Nebelschwaden beobachten», sagt Flurina Ginsig aus Unterbözberg, die zum ersten Mal am Lernfestival teilnimmt. Auch Jeannette Meier aus Ueken ist begeistert: «Was mir sehr gut gefallen hat, war der Morgenspaziergang. Wir hatten zwanzig Minuten Zeit, um vom Tipi zum Hag etwas weiter vorne zu gelangen. Zuerst dachte ich, das schaffe ich nie, diese kurze Strecke auf soviel Zeit zu verteilen. Plötzlich war die Ungeduld weg und ich habe mich im Moment verloren und Zeit und Raum vergessen.»

24 Stunden dauert das Lernfestival, das schweizweit durchgeführt wird. An 25 Standorten finden Veranstaltungen für Erwachsene statt, die das lebenslange Lernen thematisieren. Zum dritten Mal ist auch das Fricktal mit dabei. Organisatorin Ursula Ender: «Wir möchten alle Sinne ansprechen, nicht nur den Kopf und wir bieten Erfahrungen an, die man so im Alltag sonst nicht erlebt. Der Himmel sieht nachts um 2 anders aus als um 4. Das ist spannend.»

Schnell Anschluss finden

Wichtig sei auch der zwischenmenschliche Aspekt. Es gibt immer wieder Teilnehmer, die alleine kommen. Man findet aber am Lernfestival schnell Anschluss an die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gestartet wurde das Lernfestival am Freitag um 17 Uhr bei der Linner Linde, wo die Sprache der Bäume im Mittelpunkt stand. Von Linn aus ging es später nach Gipf-Oberfrick, Frick und Ueken, wo man im Tipi liegend spannenden Geschichten lauschen konnte. Zum Abschluss fuhr man zum Tanzen nach Gipf-Oberfrick.

Jede Lernfestival-Stunde hatte ein anderes Thema. Auf dem Programm standen unter anderem «Farben im Leben eines Menschen», «Mein Kind im Internet», «Waldstimmen hören», «Ballet für Erwachsene» oder «Shin Aiki – Bewegung einmal anderes». Die Idee des Festivals ist es nicht, während 24 Stunden an allen Veranstaltungen teilzunehmen, sondern herauszupicken, was einem gefällt. Von Anfang bis ganz zum Schluss dabei war nur Ursula Ender. Sie ist mit dem Besucheraufmarsch zufrieden. «Ich kann nicht genau sagen, wie viele Teilnehmer wir hatten, da ein Kommen und Gehen herrschte. Während der Nacht waren aber immer rund 15 Personen im Tipi.» Gerne möchte sie das Lernfestival auch 2012 durchführen.

Einige der befragten Teilnehmer werden dann sicher wieder kommen. Vielleicht auch Rebecca Moser aus Aarau, der neben der Vielfalt der angebotenen Veranstaltungen auch die schöne Grundstimmung gefallen hat. Das einzige Negative, das bei den Befragungen geäussert wurde, kam von Flurina Ginsig: «Ich finde es schade, dass nicht noch mehr Leute da waren.»

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