Frick

25-Millionen-Campus: Erster Bau auf dem FiBL-Areal soll im Mai fertig sein

25 Millionen Franken investiert das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), um seinen Forschungs- und Bildungscampus in Frick auszubauen.Dennis Kalt

25 Millionen Franken investiert das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), um seinen Forschungs- und Bildungscampus in Frick auszubauen.Dennis Kalt

100 Arbeitsplätze werden mit dem Ausbau des neuen FiBL-Forschungs- und Bildungscampus in Frick geschaffen. Derzeit entsteht auf dem FiBL-Areal der Rohbau für Laborplätze und ein Gewächshaus.

Es ist eine Tellerwäscher-Geschichte. Was damals als Ein-Mann-Betrieb in einem Estrich-Zimmer begann, ist über die letzten 30 Jahre zu einem renommierten Institut mit 200 Wissenschaftern und Beratern sowie rund 100 Studieren und Auszubildenden angewachsen. Die Rede ist vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), das 25 Millionen Franken für seinen Forschungs- und Bildungscampus in Frick investiert (die AZ berichtete).

Im August 2018 begannen die Bauarbeiten auf dem Areal. Unter anderem sollen 550 Quadratmeter an neuen Laborplätzen, die der Landwirtschaft und der Verbesserung der Tiergesundheit dienen, entstehen. «Hier wird gerade der Rohbau erstellt», sagt FiBL-Direktor Urs Niggli. In diesem ist unter anderem die Haustechnik untergebracht. Eine Luftwärmepumpe und eine Pelletheizung ersetzen die alte Ölheizung. Auf dem einstöckigen Gebäude kommt zusätzlich ein Forschungsgewächshaus mit einer Fläche von 300 Quadratmetern zu stehen. «In einem Monat beginnt der Innenausbau. Ziel ist es, das Haus den Forschenden Anfang Mai zu übergeben», so Niggli.

Für zwei neue Ställe für Kühe, Jungtiere und Hühner sowie eine neue Einstellhalle für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte sind die Pläne fertiggestellt. Das entsprechende Baugesuch liegt ab Montag auf. Ziel sei es, alle der Landwirtschaft dienenden Gebäude in diesem Jahr fertigzustellen, so Niggli. Damit der Bau schneller vorangeht, werde man teilweise keine Tiere mehr haben und Ackerbau betreiben, um Futterreserven anzulegen. «Wegen der periodischen Trockenheiten sind das Heu und die Silage in vielen Gebieten sowieso knapp geworden», sagt Niggli.

Bei dem 1200 Quadratmeter grossen Gebäude mit Schulungsräumen, Aula und Restaurant besteht noch Optimierungsbedarf in der Planung. «Dieser Bau wir wohl erst im Sommer oder Herbst dieses Jahres reif für die Baueingabe sein», schätzt Niggli. Zu einer Verzögerung kommt es bei dem 650 Quadratmeter grossen Bürogebäude für die FiBL-Forschenden und die benachbarte Zertifizierungsfirma Bio Inspecta AG. «Aufgrund der wesentlich teureren Erschliessungskosten mussten wir die Planung verdichten und insgesamt günstiger machen», so Niggli.

Bienenhaus wird versetzt

Aufgrund der vielen Besucher wird auf dem FiBL-Areal eine neue Erschliessungsstrasse gebaut. «So wird die Zufahrt von grossen Bussen vereinfacht», sagt Niggli. Der neuen Strasse muss das Bienenhaus weichen. Dieses wird mit einem Kranwagen an den Rand des Areals umplatziert, wo es ein gutes Blütenangebot gibt. Das entsprechende Baugesuch liegt am Montag auf. «Das wird sicher ein spektakuläres Ereignis», so Niggli. Der Ausbau der Ackerstrasse – sie ist von Frick aus die einzige Erschliessungstrasse des FiBL – wird im Frühjahr starten. Ziel des Ausbaus ist es, die Strasse auf den Begegnungsfall Personenwagen/Personenwagen und Lastwagen/Velo auszubauen.

Niggli hatte sich zum Ziel gesetzt, in seinem letzten Jahr als Direktor, 2021, alles seinem Nachfolger fertig zu übergeben. Verhehlen kann er nicht, dass dies wohl nicht mehr ganz reichen wird. Trotzdem: «Ich probiere immer noch, Gas zu geben», sagt Niggli.

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Dennis Kalt

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