Rotary Laufenburg-Fricktal
25 Jahre Engagement für die Gemeinschaft und Freundschaft

Der Rotary Club Laufenburg pflegt seit 25 Jahren nicht nur die Freundschaft untereinander, sondern sorgen vor allem dafür, dass der humanitäre Gedanke im Fricktal aktiv gelebt wird.

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Präsident Viktor Hottinger (rechts) übergibt Altbundesrat Adolf Ogi anlässlich der Jubiläumsfeier den Check..

Präsident Viktor Hottinger (rechts) übergibt Altbundesrat Adolf Ogi anlässlich der Jubiläumsfeier den Check..

Claus Pfisterer

Der Rotary Club Laufenburg-Fricktal feiert noch bis Mitte Jahr sein 25-jähriges Bestehen. An seinem Jubiläumsfest, das bereits Ende letzten Jahres stattfand, hat der Rotary-Club Laufenburg-Fricktal der Stiftung Swisscor 25 000 Franken als Geschenk übergeben. Alt-Bundesrat Adolf Ogi hat den Check im Namen der Stiftung in Rheinfelden entgegengenommen.

Die Geschichte des Vereins

In Mumpf ist 1989 ein neuer Rotary Club für das Fricktal entstanden. Im Fricktal fanden sich bereits früh Persönlichkeiten, die die internationale rotarische Idee unterstützen. Der Rotary Club Rheinfelden wurde 1954 gegründet. 35 Jahre später war es aufgrund der stetig wachsenden Zahl der Mitglieder Zeit für einen weiteren Verein – den Rotary Club Laufenburg-Fricktal, der aus Mitgliedern des Clubs Rheinfelden entstanden ist. Aus den damals 27 Gründungsmitgliedern ist bis heute ein Club mit 52 aktiven Mitgliedern herangewachsen. Zum Zeitpunkt der Clubgründung ist die Rotary-Mitgliedschaft weltweit ausschliesslich Männern vorbehalten. Als diese Regelung nach einem amerikanischen Gerichtsurteil aufgehoben wurde, ist der Rotary Club Laufenburg-Fricktal schweizweit einer der ersten Clubs, der Frauen ermöglicht dem Verein beizutreten.

Zu den zahlreichen Aktivitäten gehören unter anderem Familienanlässe, Reisen und aktive Arbeiten für Projekte unter dem Begriff Gemeindienst. Darunter werden die Beiträge und Massnahmen gebündelt, die der Öffentlichkeit dienen. Dazu gehört die Unterstützung von benachteiligten Personen in unserer Gesellschaft sowie Projekte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von Menschen in schwierigen Situationen. Es geht nicht immer nur um die reine finanzielle Unterstützung, sondern auch um den persönlichen Einsatz der einzelnen Rotarier in Form von Arbeitseinsätzen vor Ort. So wurde beispielsweise Bauernfamilien in Randgebieten in der Schweiz mit Arbeitseinsätzen geholfen ihre Lebensgrundlage zu verbessern, es wurden Naturreservate erstellt, saniert oder ergänzt.

311 500 Franken

Das intensivste Projekt des Clubs war der Bau einer Bäckerei in der Ukraine. Zusammen mit dem Hilfswerk «Licht im Osten» wurde 2003 eine alte Armeebäckerei in Dubowoje installiert. Die Bäckerei hat mitgeholfen, die Stadt mit 16 000 Einwohnern zu ernähren. «Mit solchen Projekte aber auch mit den unzähligen kleineren Initiativen wollen wir einen aktiven Beitrag für die Gesellschaft leisten, menschliche Tragödien lindern und uns beherzt für andere Menschen einsetzen», betont der derzeitige Präsident des Vereins, Viktor Hottinger. In 25 Jahren konnten ein Duzend Projekte mit insgesamt 311 500 Franken unterstützt werden.

Der Jugend-Austausch von Rotary basiert auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit: Ein Jugendlicher aus der Rotary-Gemeinschaft verlässt die Schweiz für ein Jahr, ein Jugendlicher aus dem Ausland kommt zeitgleich in die Schweiz. Die Jugendlichen besuchen die öffentliche Schule und wohnen während der Aufenthaltsdauer bei zwei bis vier Gastfamilien. Der Rotary Club Laufenburg-Fricktal hat in den vergangenen 25 Jahren elf Jugendlichen aus USA, Brasilien, Australien und Kanada die Möglichkeit geboten, für ein Jahr in die Schweiz zu kommen. Auch der Berufsdienst setzt sich vorwiegend für Jugendliche ein. Es wurden Praktikumsplätze für arbeitslose Lehrabgänger vermittelt, Berufspraktika und Schnuppertage in Organisationen durchgeführt.

Die Fricktaler Rotarier pflegen nicht nur die Freundschaft untereinander, sondern sorgen vor allem dafür, dass der humanitäre Gedanke im Fricktal aktiv gelebt wird. (AZ)