Laufenburg
24 Arbeitsplätze von EGL-Schliessung betroffen

Der Auszug der Axpo-Tochter am Gründungsort im Zusammenhang mit der Neuorganisation des Energiekonzerns wird Arbeitsplätze kosten. Die Mitarbeiter sollen aber an anderen Standorten weiterbeschäftigt werden.

Walter Christen
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Die EGL in Laufenburg baut Stellen ab (Archiv)

Die EGL in Laufenburg baut Stellen ab (Archiv)

Keystone

Der Energiekonzern Axpo schliesst im Rahmen seiner angekündigten Neuorganisation den Standort Laufenburg der EGL (Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg). Wie die az Aargauer Zeitung von Mediensprecherin Daniela Biedermann auf Anfrage in Erfahrung bringen konnte, sind davon zwei Dutzend Arbeitsplätze betroffen.

Der Rückzug erfolgt mittelfristig

«Wir gehen aber davon aus, dass für alle 24 Mitarbeitenden eine Lösung gefunden wird und sie künftig unter anderem an unseren Standorten Baden und Dietikon weiterbeschäftigt werden können. Der genaue Zeitpunkt der Schliessung in Laufenburg ist noch nicht bekannt. Sicher wird das aber nicht von heute auf morgen geschehen, sondern eher mittelfristig.»

Weiter hielt Daniela Biedermann fest, dass bis jetzt auch noch nicht über die künftige Verwendung des EGL-Gebäudes in Laufenburg entschieden wurde. Von Roger Welti, Head Corporate Communications bei der EGL, war zu erfahren, dass die grosse Schaltanlage im Kaisterfeld zwischen Laufenburg und Kaisten bestehen bleibt, da sie Bestandteil des weit verzweigten Stromverteilnetzes ist.

Deutlicher Gewinneinbruch

Der Axpo-Konzern musste für das Geschäftsjahr 2010/2011 einen deutlichen Rückgang des Profits ausweisen. Der Reingewinn sank von 409 auf 45 Millionen Franken. Bereits im September hatte die Axpo eine Restrukturierung angekündigt. Unter anderem wird nun die Tochtergesellschaft EGL vollständig integriert. Im ganzen Axpo-Konzern fallen 140 von 4400 Vollzeitstellen weg.

Nach dem massiven Gewinnrückgang will die Axpo durch die vollständige Übernahme der EGL die Handelstätigkeit sowie diverse Steuerungs- und Servicefunktionen künftig zusammenlegen.

Da die Energieproduzenten und Netzbetreiber ihre Aktivitäten im Rahmen der Strommarktliberalisierung in der EU entbündeln mussten, prüfte die EGL bereits 1999 eine strategische Neuausrichtung. Damals wurde ein auf den Handel mit Energiederivaten spezialisiertes Tochterunternehmen gegründet. Die EGL beschloss im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung den Aufbau der Geschäftsfelder Stromhandel, Erdgashandel und Asset-Portfolio. Damit begann der Aufbau eines Netzes europäischer Tochtergesellschaften.

Vor rund 12 Jahren verlagerte die EGL ihre Stromhandelsaktivitäten nach Dietikon und zog den grössten Teil des Personals aus Laufenburg ab.