Wölflinswil

233 Vereins-Mitglieder wollen den Windpark Burg bodigen

Die Nutzung der Windkraft ist im Aargau heftig umstritten. HO

Die Nutzung der Windkraft ist im Aargau heftig umstritten. HO

Der Verein Pro Burg will den geplanten Windpark auf Gemeindegebiet von Kienberg verhindern. Der Verein mit Sitz in Wölflinswil zählt bereits gut 230 Mitglieder . Am 12. September soll es in Wölflinswil zur ersten Versammlung kommen.

«Unser Verein ist ganz klar gegen den geplanten Bau von Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet von Kienberg und teilweise auf Oberhöfler Boden. Wir müssen den Windpark Burg verhindern.» Dies betonte Förster Werner Habermacher im Gespräch mit der az Aargauer Zeitung.

Der Wölflinswiler ist Präsident des am 15. Juni gegründeten Vereins Pro Burg mit Sitz in Wölflinswil. Im Vorstand tätig sind Marc Böller, Wölflinswil (Vizepräsident), Peter Bircher, Wölflinswil (Aktuar), Kurt Aerni, Wölflinswil, und Hansruedi Reimann, Oberhof. Der Beirat besteht aus einer fünfköpfigen Fachgruppe.

Wie Präsident Habermacher erwähnte, zählt der Verein mit Stichtag gestern Donnerstag bereits 233 Mitglieder, «von denen alle die Statuten unterschrieben haben», wie er weiter ausführte. Die Vereinsmitglieder stammen vor allem aus der Region, vornehmlich aus Wölflinswil, Oberhof, Kienberg (Solothurn) und weiteren umliegenden Gemeinden.

Nicht überrollt werden

«Wir müssen ran, sonst werden wir überrollt. Denn der Windpark im Gebiet Burg, von unserem Tal her sehr gut einsehbar, darf auf gar keinen Fall realisiert werden. Der Kampf gegen dieses Projekt hat bei uns im Verein erste Priorität. Wir wollen aber Wege aufzeigen für alternative Stromerzeugungsmöglichkeiten und entsprechende Anlagen fördern. Wir planen ein Projekt mit der Gemeinde Wölflinswil, das wir konkret umsetzen möchten», hielt Werner Habermacher fest. Doch der Verein wolle nicht nur verhindern, sondern neue Formen der Energiegewinnung fördern. Aber: «Die Nutzung von Windenergie macht nur dort Sinn, wo die Mindestanforderungen erfüllt werden; unter einer Windgeschwindigkeit von 6,5 Metern pro Sekunde braucht es keine Windturbinen, so auch die bei uns oben nicht. In der Schweiz wollen aber Betreiber solche Anlagen auch an ungünstigen Standorten bauen, weil es für den Strom eine Entschädigung vom Bund gibt, die sogenannte kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)», schilderte Pro-Burg-Präsident Habermacher.

«Sinnlos wegen ein paar Kilowatt»

«Als Förster sehe ich jeden Tag, was im Wald alles abläuft, wie immer mehr Leute aus ihrem intensiv genutzten Lebensraum Zuflucht suchen in der Natur. Es ist einfach sinnlos, wegen ein paar Kilowatt solche Refugien zu opfern und unverantwortlich gegenüber der Bevölkerung und unseren Nachkommen», ist die Meinung von Werner Habermacher.

Pro Burg: Vereinsversammlung am Mittwoch, 12. September, im Saal des Gasthofs Ochsen in Wölflinswil.

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