«Wir blicken auf ein sehr gutes Jahr zurück», sagt Matthias Mühlheim, administrativer Direktor der Reha Rheinfelden, und führt dabei eine Bettenauslastung von rund 95 Prozent ins Feld. Insbesondere in den stationären Erträgen sei eine Zunahme zu verzeichnen. Mit 61 649 Pflegetagen konnte die Klinik im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent zulegen. Ebenso konnte der Betriebsertrag um zwei Prozent auf rund 54 Millionen Franken gesteigert werden. Das Gesamtergebnis liegt bei einem Gewinn von rund 2,2 Millionen Franken und übertrifft jenen vom letzen Jahr um rund 800 000 Franken.

Erfreut sei man auch über den Ausbau des medizinischen Leistungsangebotes: «Anfang 2015 hat uns der Kanton Aargau drei neue Leistungsaufträge erteilt. Dies sind die geriatrische, die internistischonkologische und die psychosomatische Rehabilitation, die sich besonders auf die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen konzentriert», sagt Thierry Ettlin, Chefarzt und medizinischer Direktor der Reha Rheinfelden. Die medizinische Ausdifferenzierung durch die drei neuen Leistungsaufträge ermöglich es, die Symptome der Patienten präziser zu fassen und spezifischer zu behandeln: «Nicht die Erhöhung der Fallzahlen steht im Vordergrund, sondern die Qualität der Behandlung», sagt Mühlheim.

Spatenstich im September

Im September soll der Spatenstich für den Neubau Reha Ost mit einer Geschossfläche von 5500 Quadratmetern, 48 Zimmern und 20 Betten gesetzt werden. «Wir haben die Verhandlungsrunden eröffnet und die ersten Offerten eingeholt, um die Baukosten für den L-förmigen Anbau besser abschätzen zu können», sagt Mühlheim. Das Gestaltungsplanverfahren, das von der Stadt Rheinfelden bereits abgesegnet wurde, liegt noch bis zum 10. Juni beim Kanton auf. «Wir haben ein langwieriges Gestaltungsplanverfahren hinter uns. Ich gehe deswegen nicht davon aus, dass es zu Einsprachen kommen wird», sagt Mühlheim. Durch den Neubau sollen in der Klinik rund 20 neue Vollzeitstellen entstehen.

Der Fokus für die Gestaltung des Neubaus liegt darauf, den Bedürfnissen der geriatrischen Patienten gerecht zu werden. Diese beinhalten beispielsweise spezielle Ansprüche an die Laufwege, eine automatisierte Lichtsteuerung, einen eigenen Speisesaal und eine adäquate Ausstattung der Räumlichkeiten für therapeutische Programme. Ein Vorteil: Durch den Neubau können nicht mehr zeitgemässe Zimmer im alten Kliniktrakt ersetzt und umgenutzt werden. «Dadurch, dass die veralteten Zimmer bewegungseingeschränkten Patienten nicht mehr gerecht werden, schränken sie unsere Bettendisposition ein», erklärt Mühlheim. So stosse man gerade in der Unterbringung von Schwerstbetroffenen an Kapazitätsgrenzen.