Region Fricktal

20'000 Leute liessen für das 14. slowUp Hochrhein das Auto daheim

Am 14. slowUp Hochrhein lag der Genuss in der Langsamkeit – auf einem 32 Kilometer langen Rundweg von Laufenburg bis Stein und zurück.

Das Kaiserwetter bescherte den Veranstaltern des slowUp einen traumhaften Zulauf. Schon morgens um 10 Uhr, kurz nach der offiziellen Freigabe des 32 Kilometer langen Rundkurses entlang des Rheins, gab es nur noch Fahrradfahrer und andere unmotorisierte Freizeitsportler auf den Strassen zwischen Laufenburg und Stein.

Mit Muskelkraft und gemütlichem Tempo genossen sie das Sommerwetter und die abwechslungsreiche Landschaft. Der grenzüberschreitende Anlass führte durch neun Gemeinden und acht Festplätze – Hunger oder Durst musste niemand leiden, denn von Milch bis zur Grillwurst gab es alles, was das Radler-Herz begehrt hat.

«Offene Grenzen und Herzen»

Hansueli Bühler, Gemeindeammann von Stein, bezeichnete den slowUp im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit bei der Holzbrücke in Stein als «eine weitere Gelegenheit, die guten Beziehungen zu den Nachbarn ennet dem Rhein zu pflegen und auszubauen». Also: «Offene Grenzen und offene Herzen», so Bühler. Und: «Was gibt es schöneres in der heutigen Wahnsinnszeit, als einmal für diese Strecke von Stein nach Laufenburg und auf der anderen Rheinseite wieder zurück einen ganzen Tag aufzuwenden?»

Erst recht, «wenn historische Städte, schöne Dörfer, die pure Natur und das gesellige Zusammensein locken». Hansueli Bühlers Dank galt den vielen Helfern für die umsichtige Organisation. «Sie haben es geschafft, den slowUp Hochrhein zu einer Institution und zu einer festen Grösse im Jahreskalender zu machen», sagte er. Sein Fazit: «Der wahre Genuss liegt in der Langsamkeit.»

Ähnlich Benjamin Giezendanner, Grossratspräsident Kanton Aargau: Der Anlass biete die Möglichkeit, «sich langsam gehen zu lassen». Es sei «grossartig, was für die Bevölkerung gemacht wird», betonte er und überbrachte die Anerkennung des kantonalen Parlaments. Unter den Gästen befand sich auch Martin Kistler, Landrat des Landkreises Waldshut. Er sah Fahrradfahren in der Rangliste der beliebtesten Sportarten «ganz oben».

Wie wahr: Gestern schien es, als ob das Fahrrad dem Auto für einen Tag den Rang abgelaufen, beziehungsweise abgefahren habe. Apropos: Abgefahren waren manche Teilnehmer des autofreien Breitensport-Anlasses. Neben Inline-Skatern, Joggern und «normalen» Radfahrern waren Familien mit Anhängern, Oldtimer-Verehrer mit Harley-Davidson-ähnli- chen Rädern und Kinder mit Puppen an der Lenkstange unterwegs. Die 20 000 Teilnehmer zeigten Kreativität.

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