Gipf-Oberfrick
20 Jahre SP-Ortspartei und kein bisschen müde

Die SP Gipf-Oberfrick feierte am Freitag im Haus 41 ihr 20-Jahr-Jubiläum mit Nationalrat Cédric Wermuth und Grossrätin Elisabeth Burgener. Ein Jubiläum ist auch Ausblick auf kommende Herausforderungen, wurde betont.

Marco Weiss
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Cédric Wermuth und Elisabeth Burgener an der Jubiläumsfeier. mw

Cédric Wermuth und Elisabeth Burgener an der Jubiläumsfeier. mw

Marco Weiss

Unter dem Titel: «SP Gipf-Oberfrick: damit die Hirschkuh weiss, warum sie rot ist!» wurde vor 20 Jahren die SP-Ortspartei Gipf-Oberfrick aus der Taufe gehoben. Nach 20 Jahren wurde nun gefeiert, Bilanz gezogen und ein Ausblick in die nähere Zukunft gewagt.

Eine zentrale Herausforderung für die Ortsparteien sei es sich personell zu erneuern, erklärte Rolf Brogli. «Alle Parteien und viele Vereine und Behörden haben Mühe, Menschen zu finden, die sich engagieren», beschreibt er die Schwierigkeit.

Unter anderem deshalb habe man, Cédric Wermuth eingeladen, da er ein gutes Beispiel sei, wie sich junge Leute erfolgreich politisch einbringen könnten, so Brogli weiter.

Cédric Wermuth räumte dann auch gleich mit einigen Missverständnissen auf: «Es ist nicht so, dass man politische Arbeit für Jugendliche sexy machen muss – zu sehen, dass man etwas bewirken kann, motiviert junge Leute», betont er.

Auf die Frage, wie man jungen Leuten den Einstieg erleichtern könne, sagt er: «Indem man ihnen nicht beim ersten Mal die Kasse als Aufgabe zuteilt.» Einschränkend fügt er hinzu, dass es bei ihm genau so gewesen sei und er trotzdem dabei geblieben sei. Ausserdem habe man in der letzten Zeit in den Städten erfolgreich neue Mitglieder werben können, so Wermut.

Für die Mitgliederwerbung bleibt der Ortspartei auch noch etwas Zeit. Schliesslich sind die Gründer immer noch mit viel Elan dabei. Die SP Gipf-Oberfrick ist heute ein etablierter Teil der Parteienlandschaft im Dorf und seit ihrer Gründung gelang es ihr bisher immer, engagierte Mitglieder für Sitze in Behörden zu gewinnen.

Aus SP-Kreisen erwuchs beispielsweisse die Verkehrskommission, in der sich SP-Mitglieder für verkehrsberuhigende Massnahmen im Dorf einsetzten. In der Energiekommission hat sich die SP für die Förderung erneuerbarer Energien wie Photovoltaikanlagen auf dem Werkhof und der Mehrzweckhalle eingesetzt. «Andere Anliegen konnte die SP trotz breitem Einsatz nicht zum Erfolg verhelfen.

Sei dies die Umsetzung eines Verkehrskonzeptes mit Tempo 30 in den Quartieren, sei es das Energiestadt-Label oder auch die Tagesstrukturen an der Schule», so die SP Gipf-Oberfrick in ihrer Pressemitteilung. «Ein Jubiläum ist nicht nur Anlass zum Rückblick auf vergangene Ereignisse, auch der Ausblick auf kommende Herausforderungen ist der Partei ein Anliegen», betonten die Organisatoren.

«Das Thema Wachstum ist ein brisantes Thema. Für die SP ist ein qualitatives Wachstum auf allen Ebenen ein Anliegen, die Möglichkeit, unkontrolliertes Wachstum einzugrenzen und als Dorfbevölkerung bei dieser Frage nachhaltig einbezogen zu sein», präzisierten sie ihr Anliegen.

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