Wegenstetten

1'877 Unterschriften sollen Druck machen – Anwohner kämpfen für den Erhalt des Oberstufenstandorts

Herbert Lützelschwab (2. v.l.), Initiant der Petition, übergab zusammen mit Gemeindeammann Felix Wendelspiess und Grossrätin Kathrin Hasler das Paket mit 1877 Unterschriften an Oliver Kopp (links) von der Staatskanzlei.

Herbert Lützelschwab (2. v.l.), Initiant der Petition, übergab zusammen mit Gemeindeammann Felix Wendelspiess und Grossrätin Kathrin Hasler das Paket mit 1877 Unterschriften an Oliver Kopp (links) von der Staatskanzlei.

Eine Fricktaler Delegation bekundet in Aarau mit der Übergabe von 1'877 gesammelten Unterschriften den Willen zum Erhalt des Oberstufenstandorts Wegenstetten. Der grösste Teil der Unterschriften stammt aus dem Wegenstettertal.

«Froh» war nach eigenem Bekunden gestern Herbert Lützelschwab aus Zeiningen. Froh darüber, sein mit einer roten Schleife versehenes Päckli in Aarau losgeworden zu sein. Übergeben hat er es dort Oliver Kopp, dem stellvertretenden Generalsekretär der Staatskanzlei des Kantons Aargau. Der Inhalt: Bögen mit 1'877 Unterschriften, welche die Forderung unterstützen, eine Weiterführung der Oberstufe der Kreisschule Wegenstetten-Hellikon für das Schuljahr 2021/22 zu gewähren.

Zum Akt der Übergabe hatte sich eine kleine Fricktaler Delegation eingefunden. Neben Lützelschwab bestand sie aus Felix Wendelspiess, Gemeindeammann von Wegenstetten, und Grossrätin Kathrin Hasler aus Hellikon. Diese hielt sich wegen einer Kommissionssitzung im Grossen Rat ohnehin in Aarau auf und hatte den Termin der Übergabe so gelegt, dass sie anwesend sein konnte.

Lützelschwab konnte sein Päckchen allerdings nur mit Verzögerung überreichen. Kopp waren 1'855 Unterschriften gemeldet worden. Weil es dann 22 mehr waren, ging der stellvertretende Generalsekretär noch einmal ins Staatskanzlei-Gebäude zurück, um die Empfangsbestätigung auf die richtige Zahl hin zu korrigieren.

Allein 1'300 Unterschriften aus dem Wegenstettertal

Kopp nahm die Unterschriften kommentarlos entgegen. Und Lützelschwab hatte auch kaum Gelegenheit, die Aktion zu kommentieren. Auf Nachfrage ge­genüber der AZ betonte er, wie überrascht er von der grossen Bereitschaft gewesen sei, seine Forderung zu unterschreiben.

«Anfangs dachte ich, das interessiert nur Eltern mit Schulkindern. Aber da habe ich mich getäuscht. Ich hätte nicht mit einer solchen Welle gerechnet.» Rund 1'300 der 1'877 Unterschriften seien aus dem Wegenstettertal. Der Rest stamme aus dem weiteren Fricktal und der angrenzenden Region.

Hasler, frühere Frau Gemeindeammann von Hellikon, äusserte sich gegenüber dieser Zeitung beeindruckt vom Engagement Lützelschwabs. «Er hat mit seiner Aktion bei uns im Tal eine Lawine ausgelöst», sagte sie.

Die Schule wäre gut für die Zukunft aufgestellt

Wendelspiess, Gemeindeammann von Wegenstetten, Sitzgemeinde der in ihrem Fortbestand gefährdeten Kreisschule, war aus Solidarität mit ­Lützelschwab nach Aarau mitgekommen. Im Gespräch unterstrich er, wie gut die Schule für die Zukunft aufgestellt sei: «Die für den Fortbestand notwendige Schülerzahl werden wir bald erreicht haben.» Skeptisch äusserte er sich zu dem jüngst von Kanton signalisierten Entgegenkommen.

Demnach hätte die mit Gipf-Oberfrick gemeinsam angestrebte Kreisschule Thierstein unter der Voraussetzung eine Chance, dass es zum Schüleraustausch kommt. Diesen schloss Wendelspiess vor allem aufgrund der schlechten ÖV-Verbindungen zwischen Gipf-Oberfrick und Wegenstetten aus. «Das geht nicht, darin ist sich das Wegenstettertal einig», so der Gemeindeammann.

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