Wittnau
18 Wohnungen für Generationen sollen entstehen

Eine Wohnbaugenossenschaft will im Dorfzentrum eine Überbauung realisieren und hofft, dass sie das nötige Startkapital von 2 Millionen Franken zusammen bringt.

Walter Christen
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Die beiden miteinander verbundenen Häuser links sollen in der ersten Etappe realisiert werden, später ist ganz rechts ein Neubau als Anbau geplant. Visualisierung Birri Architekten AG, Stein

Die beiden miteinander verbundenen Häuser links sollen in der ersten Etappe realisiert werden, später ist ganz rechts ein Neubau als Anbau geplant. Visualisierung Birri Architekten AG, Stein

AZ

Möglichst lange in der eigenen Wohnung leben und damit in der Dorfgemeinschaft integriert bleiben ist der Wunsch vieler Leute. Die Wohnbaugenossenschaft Wittnau plant deshalb die Realisierung des Projekts Wohnen für Generationen. Es ist vorgesehen, in einer ersten Etappe an zentraler, ruhiger Lage im Dorfzentrum, zwischen der Kirchmattstrasse und dem Oberen Kirchweg, zwei Mehrfamilienhäuser mit 18 Wohnungen zu erstellen. Die verschieden grossen Wohnungen sollen hindernisfrei gebaut werden.

An einer Informationsveranstaltung im Mehrzweckgebäude konnten die vier eingereichten Projekte mit Plänen besichtigt werden. Das Siegerprojekt der Birri Architekten AG aus Stein stellten Vater René und Sohn Patrick Birri vor, während Rolf Speiser, Präsident der Wohnbaugenossenschaft Wittnau, über die geplante Realisierung informierte und zugleich für Genossenschaftsmitglieder warb.

Ziel ist es, bis in etwa anderthalb Monaten 2 Millionen Franken Startgeld zusammenzubringen. Dazu Präsident Speiser: «Bekommen wir das Geld, können wir das Projekt angehen. Fehlen diese notwendigen finanziellen Mittel, wird nichts aus dem Vorhaben.» Bis zur ersten Generalversammlung der Genossenschaft, am 25. September, soll das Vorprojekt präsentiert werden.

Städtebauliche Grundidee

Die geplante Wohnüberbauung in der Nähe der Kirche bietet attraktiven Wohnraum mit Naturbezug und guter Infrastruktur. «Die städtebauliche Grundidee liegt in der Schaffung von zwei sich ergänzenden Kubaturen. Die eine als Weiterführung des an der Strasse unten stehenden Bauernhauses, die andere als bauliche Ergänzung in Richtung Kirchmattstrasse. Die neuen Gebäude sind vom Bauernhaus am Oberen Kirchweg abgeleitet und fügen sich in die bestehende Baustruktur und damit ins Ortsbild von Wittnau ein, obschon ganz klar die moderne Architektursprache zu sehen ist», hielt René Birri fest.

Er ergänzte, dass durch die Erhaltung des alten Lindenbaums und die Schaffung von Innenhöfen offene Raumstrukturen entstehen, die für alle Bewohner der Überbauung zugänglich sein sollen. Die zentralen Aussenräume werden durch einen Fussweg verbunden, dadurch werde der soziale Austausch gefördert und die Gebäude ideal erschlossen. Flächenmässig stehen 3000 Quadratmeter Land zur Verfügung, das von der Erbengemeinschaft Fricker erworben werden konnte.

Ziel: Bezug im September 2016

Sollte die Finanzierung zustandekommen, rechnet Architekt Birri mit der Einreichung des Baugesuchs bereits im Dezember dieses Jahres und mit dem Baustart im Jahr 2015. Die erste Etappe, also die beiden erwähnten Mehrfamilienhäuser, wären dann im Herbst (September) 2016 bezugsbereit.

Als knifflige Angelegenheit bei der Planung erwies sich nach Angaben von René Birri die Zufahrt zur Überbauung beziehungsweise die Einfahrt in die Tiefgarage, welche 16 Plätze aufweisen soll. «Es entspricht alles der Norm und man kommt auch mit grossen Autos in die Garage hinein», beruhigte er einen Votanten, «und zudem wird die Einfahrt zu etwa zwei Dritteln überdacht sein.» Die Einstellhalle befindet sich im hinteren der beiden Häuser, die nicht unterirdisch verbunden sind.

Baukosten 8 Millionen Franken

Auf eine Frage aus den Reihen der Versammelten, mit welchem Kostenaufwand gerechnet werde, antwortete Genossenschaftspräsident Rolf Speiser: «Für die erste Etappe rechnen wir mit Baukosten von 8 Millionen Franken. Deshalb sind wir auf die Zeichnung von Anteilscheinen angewiesen.»