Frick
18 Wohnungen an Stelle des «Platanenhofs»

Das bekannte Restaurant Platanenhof in Frick schliesst Ende Jahr. Jetzt liegt das Baugesuch für eine Arealüberbauung auf.

Nadine Böni
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Wo heute der «Platanenhof» steht, soll eine Überbauung entstehen.

Wo heute der «Platanenhof» steht, soll eine Überbauung entstehen.

Nadine Böni

Am 21. Dezember geht eine Ära zu Ende. Dann schliesst der «Platanenhof» in Frick. Besitzer und Wirt Lars Laier hatte das Restaurant in den vergangenen 21 Jahren zu einer Speiseadresse gemacht, die über die Region hinausstrahlt. Bereits vor einem Jahr kündigte Laier jedoch an, das Hotel-Restaurant zu schliessen und eine Wohnüberbauung zu realisieren. Nun sind die Details zum Projekt bekannt. Ab heute Freitag und bis zum 3. Januar liegt auf der Gemeindekanzlei das entsprechende Baugesuch auf.

Geplant ist demnach der Abbruch der bestehenden Liegenschaft sowie anschliessend der Bau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage. Als Bauherrin fungiert die Erne AG Holzbau mit Sitz in Laufenburg. Sie sei für die Projektentwicklung und Realisierung zuständig, sagt Mediensprecherin Adalgisa Di Secli.

Tiefgarage und Spielplatz

Das Projekt umfasst ein Gebäude mit Flachdach und drei Vollgeschossen sowie einem Attikageschoss. Es sollen fünf 2,5- sowie 13 3,5-Zimmer-Wohnungen entstehen. Die Gesamtwohnfläche beträgt gut 1500 Quadratmeter. Das Gebäude wird entlang des Mühlerains und parallel zum Hang gebaut – ähnlich dem heutigen Gebäudekomplex.

Erschlossen wird das Gebäude von der Bahnhofstrasse her über eine bestehende Zu- und Wegfahrt der benachbarten Überbauung. In der Einstellhalle sind 20 Parkfelder geplant, 8 weitere Parkfelder befinden sich entlang der Zufahrt. Auf der freien Fläche unterhalb der Überbauung sind unter anderem ein Spielplatz sowie ein Velounterstand vorgesehen. «Das Grundstück wird mit einer ansprechenden Umgebung gestaltet, die zum Verweilen einlädt und somit das Quartier attraktiv gestaltet», sagt Di Secli.

Das Thema Lärm

Dem Baugesuch sind neben den Plänen auch verschiedene Dokumente zum Thema Lärm beigelegt. Strassenlärm sei gemäss einem Gutachten am Standort zwar nicht zu erwarten, wohl aber Lärm von der nahen Bahnlinie. Die Bauherrschaft trägt diesem Umstand Rechnung, indem sie die Grundrisse der Wohnungen entsprechend angepasst hat. Die meisten lärmempfindlichen Räume – etwa Schlafzimmer – liegen auf der von der Eisenbahn abgewandten Seite.

Trotzdem: Acht Räume – ein Raum pro Wohnung im ersten und zweiten Obergeschoss – können die geforderten Immissionsgrenzwerte nach Lärmschutzverordnung nicht einhalten. Die Bauherrin hat daher beim Gemeinderat eine Ausnahmebewilligung beantragt. Sie verweist im Baugesuch darauf, dass die acht betroffenen Zimmer dazu «mit einer kontrollierten Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung ausgerüstet würden, um den geforderten Standard nach der kantonalen Vollzugshilfe ‹Bauen in lärmbelasteten Gebieten› gerecht zu werden». Der Gemeinderat hat die Bewilligung erteilt.

Investor im Hintergrund

Die Baukosten für das Projekt belaufen sich gemäss Baugesuch auf rund 5,1 Millionen Franken. «Geplant ist, dass die Ausführung im April 2019 startet und bis September 2020 andauert», sagt Adalgisa Di Secli. Spätestens dann dürfte die Überbauung den Besitzer wechseln, denn: «Erne entwickelt und realisiert das Gebäude in Zusammenarbeit mit einem institutionellen Investor, der die Liegenschaft nach Fertigstellung selber bewirtschaften wird», sagt Di Secli. Wer dieser Investor ist, möchte sie zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht sagen.

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