Auf 1500 Quadratmetern verteilen sich die Installationen, Bilder, Fotografien und Skulpturen der 17 Künstler, die ihre Werke in Rheinfelden zeigen im Rahmen der Benefiz-Ausstellung «Untitled – Kunst stellt aus» zugunsten der Stiftung Burundikids Schweiz. Die Vernissage hat viele Besucher motiviert, die Werke vor Ort am Theodorshofweg 22 zu studieren. Die Vielfalt der Kunstrichtungen ist beeindruckend und teilnehmende Künstler wie Alexander Wolkow aus Inzlingen und Elisabeth Veith aus Badisch-Rheinfelden verleihen der Ausstellung einen Hauch von Internationalität. Abgehobenes und Abstraktes findet sich neben Bodenständigem. Ruhiges folgt auf Bewegtes. Besonders bei den Skulpturen des Rostaurators Joel Schneebeli, von denen tatsächlich einige in Bewegung sind. 

«Ich bin gar nicht mehr für Kultur zuständig, aber ich habe mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich trotzdem die Eröffnungsrede halte», eröffnete Bea Bieber die Vernissage. Bis vor kurzem war sie als Stadträtin für das Kulturressort zuständig. «17 Künstler haben sich entschlossen, die sonst triste Halle mit ihren Werken zu bestücken.» Lobende Worte fand Bieber für die Organisatoren Markus Raub und Antonie Josefa Latscha, die als bildende Künstlerin eigene Werke präsentiert und die Idee zu der Ausstellung hatte. Bieber sprach auch der Georges Chiarello AG, Eigentümerin der Halle, grossen Dank dafür aus, dass sie die leerstehende, ab Februar wieder vermietete Firmenhalle für die Ausstellung zur Verfügung stellte.

Für die Stiftung Burundikids Schweiz wird während der Ausstellung gesammelt und fünf Prozent des Verkaufserlöses der Kunstobjekte kommen ebenfalls der Stiftung zu Gute. Diese unterhält ein Spital in Burundi, einem von Konflikten und Armut gekennzeichneten Land, wie Raub ausführte, der dem Stiftungsrat angehört.

Die Stiftungsratspräsidentin Susanne Baumberger führte aus, dass letztes Jahr 5000 ambulante und 1500 stationäre Behandlungen, 10 200 Laboruntersuchungen sowie 810 Geburten in dem Spital stattfanden. Das Spital sei teilweise selbstfinanziert und Behandlungen würden die Patienten nach Möglichkeit zahlen, aber Kinder bis fünf Jahren etwa würden kostenlos behandelt werden.

Mit Bildern Geschichte erzählt

Während die neapolitanische Gesangsgruppe Compagnia Mo Vene im Wechsel mit den Musikern Ralf Geisler und Jürgen Heubüschl die Halle mit musikalischen Klängen erfüllte, konnten die Besucher das Gespräch mit den Künstlern suchen. Die bildende Künstlerin Anna Aregger ist mit elf Bildern an der Ausstellung vertreten, die gleich einem Stationenweg eine Geschichte erzählen. Vom Schatten über Lästermäuler, das Nirwana und die Gnade bis zur Befreiung. Ihre Bilder beschreiben einen Prozess der Bewusstwerdung, der Aregger auch beim Malen antreibt. «Ich möchte das Leben verstehen, deswegen male ich», sagt Aregger.

Die Benefiz-Ausstellung im Theodorshofweg 22 steht noch am Donnerstag (18. Januar) von 15 bis 18 Uhr offen, am Freitag (19. Januar) von 15 bis 18 Uhr, am Samstag (20. Januar) von 13 bis 20 Uhr sowie am Sonntag (21. Januar) von 13 bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibts unter www.kulturtreffpunkt.ch.