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167 Unfälle mit 19 Schwerverletzten: Wir zeigen Ihnen, wo es im Fricktal wie oft kracht

Insgesamt sorgten die Unfälle im Fricktal für eine Schadenssumme von 2,18 Millionen Franken. (Symbolbild)

Insgesamt sorgten die Unfälle im Fricktal für eine Schadenssumme von 2,18 Millionen Franken. (Symbolbild)

In der Region Fricktal ereigneten sich im letzten Jahr 167 Verkehrsunfälle – 19 Personen wurden schwer, 87 leicht verletzt. Wir haben die detaillierte Statistik für Sie zusammengefasst.

Auf den Fricktaler Strassen ereigneten sich im letzten Jahr 167 Unfälle. Dies zeigt eine Auswertung der kantonalen Unfallstatistik. Zu 88 Unfällen kam es dabei im unteren, zu 79 im oberen Fricktal.

Die gute Nachricht: Die beiden Fricktaler Bezirke bildeten das Schlusslicht in der kantonalen Unfallstatistik, die vom Bezirk Baden mit 356 Unfällen angeführt wird. Insgesamt ereigneten sich im Fricktal 8,4 Prozent der Aargauer Unfälle.

Mit Abstand die meisten Unfälle im Fricktal passierten in Rheinfelden – hier musste die Polizei 39 Mal ausrücken. Es folgen mit deutlichem Abstand Frick (16), Möhlin (16), Eiken (12) und Stein (9). Erfreulich: In acht Gemeinden – Gansingen, Münchwilen, Oeschgen, Zeihen, Hellikon, Obermumpf, Olsberg und Zuzgen – gab es im letzten Jahr keinen einzigen Unfall. In fünf weiteren Gemeinden – Hornussen, Wölflinswil, Magden, Wallbach und Wegenstetten – gab es zudem nur einen Unfall.

Zählt man die Unfälle auf dem Fricktaler Autobahnabschnitt der A3 hinzu, kam es im letzten Jahr zu 237 Kollisionen. Besonders oft krachte es auf der Autobahn dabei auf Höhe Rheinfelden (25) und Kaiseraugst (15), wo sich die Autos in den Stosszeiten tagtäglich stauen.

Verschont blieb das Fricktal im letzten Jahr auch von einem tödlichen Verkehrsunfall. Neben dem Bezirk Kulm sind die beiden Fricktaler Bezirke die einzigen, wo 2017 kein Mensch auf den Strassen sein Leben lassen musste. Insgesamt kamen im Aargau 15 Menschen bei Unfällen ums Leben, am meisten im Bezirk Aarau (3).

19 Schwerverletzte

19 Personen verletzten sich im Fricktal im letzten Jahr bei Verkehrsunfällen schwer, 7 im Bezirk Laufenburg und 12 im Bezirk Rheinfelden. Das entspricht neun Prozent der Schwerverletzten im Aargau.

Am meisten Schwerverletzte gab es im letzten Jahr in Zeiningen. Hier wurden zwei Personen lebensbedrohlich verletzt, drei erheblich. In Erinnerung geblieben ist dabei vor allem der Schlittelunfall am 21. Januar. Drei Kinder sausten mit ihren «Füdlibobs» einen kleinen, steilen Pfad hinunter und kollidierten auf dem Bachtalenweg mit einem Pick-Up.

Schlittelunfall in Zeiningen: Drei Kinder bei Kollision mit Auto verletzt (21. Januar 2017)

Schlittelunfall in Zeiningen: Drei Kinder bei Kollision mit Auto verletzt (Beitrag vom Januar 2017)

Auf dem vordersten der drei Bobs sass ein damals 14-Jähriger; er wurde beim Aufprall schwer verletzt. Für kurze Zeit schwebte er nach dem Unfall sogar aber in Lebensgefahr, weil seine Lungenfunktion beeinträchtigt war. Die beiden Mädchen auf den anderen Bobs wurden beim Unfall leicht verletzt. Der Fahrer des Geländewagens musste sich im März 2018 vor dem Bezirksgericht verantworten; er wurde freigesprochen.

Schwer verletzt wurde zudem im September ein 83-jähriger E-Bike-Fahre, der beim Einmünden in die Zeininger Hauptstrasse mit einem Auto kollidierte.

Drei Schwerverletzte gab es 2017 in Stein, je zwei in Rheinfelden, Frick, Möhlin und Gipf-Oberfrick. Bisweilen musste der Rettungshelikopter zu den Unfällen ausrücken. So etwa Anfang Mai nach Gipf-Oberfrick. Ein Automobilist wollte auf der Landstrasse nach links abbiegen, als ihm ein Motorradfahrer entgegenkam. Der 64-jährige Töfffahrer prallte frontal gegen das Auto und musste mit dem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

Viele Verletzte in Rheinfelden

Leicht verletzt wurden bei Unfällen im Fricktal insgesamt 87 Personen, 52 im unteren und 35 im oberen Fricktal. Im ganzen Kanton waren es 989 Personen. Die klar meisten Leichtverletzten forderten Unfälle in Rheinfelden. 24 Personen wurden verletzt; zählt man die Verletzten bei den Autobahnunfällen auf Höhe Rheinfelden dazu, sind es sogar 37.

Ebenfalls im zweistelligen Bereich liegt die Opferzahl in Möhlin. Hier zogen sich im letzten Jahr 14 Personen bei Unfällen Verletzungen zu. Dahinter folgen Frick, Herznach und Schwaderloch mit je fünf Leichtverletzten.

Drei Fussgänger kamen 2017 im Aargau bei Unfällen ums Leben, 42 wurden schwer und 99 leicht verletzt. Das Fricktal blieb im letzten Jahr glücklicherweise von Unfällen, bei denen ein Fussgänger getötet wurde, verschont. Allerdings gab es vier schwer verletzte Fussgänger. Zwei in Zeiningen und je einer in Rheinfelden und Frick.

Hier erfasste vor einem Jahr am frühen Morgen ein Auto ein 8-jähriger Knabe, der mit seinem Kickboard die Hauptstrasse auf dem Fussgängerstreifen überqueren wollte. Durch die Kollision wurde das Kind weggeschleudert und musste mit dem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

Leicht verletzt wurden bei Unfällen im Fricktal sieben Fussgänger. Am meisten in Rheinfelden (3), gefolgt von Eiken (2), Zeiningen (1) und Schwaderloch (1).

Bei fast jedem zweiten Unfall auf Aargauer Strassen blieb es, zum Glück, bei einem Sachschaden: Bei 989 der 1994 Unfällen wurden keine Personen verletzt. Im Fricktal gab es 79 reine Blechschaden-Unfälle – das sind 47,3 Prozent aller Unfälle. Zählt man die Unfälle auf dem Fricktal Autobahnabschnitt der A3 hinzu, sind es sogar 51,5 Prozent der Unfälle, die glimpflich abliefen.

Sachschaden: 2,18 Millionen

Glimpflich heisst aber nicht günstig: Gesamthaft verursachten die 1994 Unfälle im Aargau eine Schadenssumme von 19,7 Millionen Franken. Das macht im Schnitt 9882 Franken pro Unfall. Im Bezirk Laufenburg verursachten die 79 Unfälle Schäden von 1,04 Millionen Franken.

Auf den einzelnen Unfall heruntergebrochen, liegt das obere Fricktal mit 13 165 Franken pro Unfall deutlich über dem kantonalen Schnitt. Im unteren Fricktal sorgten die 88 Unfälle für eine Schadensumme von 1,14 Millionen Franken. Dies entspricht 12 955 Franken pro Unfall.

Viel Blech kam auch auf den Autobahnen zu Schaden. Zählt man die Autobahnunfälle mit, steigt die Schadensumme im Kanton auf 27,88 Millionen, im Bezirk Rheinfelden auf 2,0 und im Bezirk Laufenburg auf 1,2 Millionen Franken.

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