Wölflinswil
150 Personen an der fünften gemeinsamen Waldbereisung

Zur fünften gemeinsamen Waldbereisung des Forstbetriebes Wölflinswil-Herznach-Ueken-Staat Aargau fanden sich rund 150 Personen beim Forstmagazin Wid in Wölflinswil ein.

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Stefanie Burger, Abteilung Wald, informierte über die vorgenommene Kartierung der Eichenbestände im Junkholz. zvg

Stefanie Burger, Abteilung Wald, informierte über die vorgenommene Kartierung der Eichenbestände im Junkholz. zvg

Gebi Maier, Vizeammann und Ressortchef Wald sowie Förster Werner Habermacher begrüssten die Anwesenden, ehe man sich in Gruppen den vorbereiteten Themen und Demonstrationen widmete.

Eichenwald verjüngen und nutzen

Im Junkholz befindet sich ein bedeutendes Eichengebiet, welches mit einem langfristigen Bewirtschaftungsvertrag mit dem Kanton Aargau gesichert werden soll.

Stefanie Burger, Abteilung Wald, Sektion Ökologie erklärte, dass vor allem die alten Eichen als Paradies für die Tiere erhalten bleiben sollen und die übrigen Eichenflächen verjüngt und zur wirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung stehen sollen.

Barbara Kinigadner, Praktikantin der Abteilung Wald aus dem Südtirol, hat im Juni und Juli die Kartierung im Junkholz vorgenommen. 621 Eichen wurden mit Boardcomputer und GPS aufgenommen.

Andrea Lips, Agrofutura AG, Frick informierte über die Laichgewässer, welche im Rahmen des Teilprojektes «Artenvielfalt» des Juraparks Aargau realisiert wurden.

14 Laichgewässer entstanden

Seit 2008 sind in Herznach und Wölflinswil 14 Laichgewässer entstanden. Diese sollen für diverse Amphibien zur Verfügung stehen, vor allem aber auch helfen die Geburtshelferkröte und den Glögglifrosch, vermehrt wieder anzusiedeln oder den bestehenden kleinen Populationen einen Lebensraum zurückzugeben. In Oberhof, bei den Wittelweihern, ist als nächstes Projekt eine Bachaue geplant.

Die Jagdgesellschaft Wölflinswil informierte zu den Themen Luchs, Gämse und Wildschweine. In der Gegend gebe es vier Luchse, welche regelmässig anzutreffen sind.

Über die Wildschweine wusste Präsident Christoph Fuchs zu berichten, dass im Kanton Aargau in den Jahren 1971 bis 1985 durchschnittlich fünf bis zehn Wildschweine jährlich erlegt wurden, im Jahr 2000 waren es über 1000.

Forstzangenschlepper im Einsatz

Zum Thema Holzernte wurde der Einsatz des künftigen Forstzangenschleppers demonstriert. Zur Vorstellung diente das Fahrzeug des Forstbetriebes Olten. Das durch den Forstbetrieb bestellte Fahrzeug wird Ende Oktober ausgeliefert. Es dient künftig einer effizienteren Holzernte.

Im Gebiet Junkholz hat sich die Waldspielgruppe Wurzelnäscht im Jahr 2005 eingerichtet. Die Leiterinnen präsentierten die Aktivitäten, welche das Jahr hindurch mit den Kindern unternommen werden.

Die anwesenden Kinder zeigten, dass sie auch bei Regenwetter keine Berührungsängste mit den Naturmaterialien Erde und Wasser haben. (AZ)