«Das Projekt sauberes Fricktal ist ein Kind des Planungsverbandes Regio Fricktal», so Hansueli Bühler am Freitagmorgen im Saalbau Stein. Der Repla-Präsident und Gemeindeammann von Stein freute sich, dass das Projekt nun bereits vor der vierten Durchführung steht. «Dank der Finanzierung durch den Kanton Aargau und die beiden Gemeindeabfallverbände des unteren und oberen Fricktal kann die Arbeitsgruppe auf eine fachliche Unterstützung und die Ausarbeitung von umsetzungsorientierten Angeboten zählen.

Jedes Jahr kommen neue Gemeinden dazu. Eine positive Entwicklung», so Bühler. Mehr als Dreiviertel der Repla-Gemeinden setzen dieses Jahr eine oder mehrere Aktionen zu den Themen Sauberkeit um.

Wertschätzung für Werkhöfe

Jedes Jahr wird für den Aktionsmonat Mai «sauberes Fricktal» ein neuer Schwerpunkt gesetzt. Helene Bigler von der Arbeitsgruppe stellte das Angebot, an welchem sich dieses Jahr elf Fricktaler Gemeinden (Stein, Eiken, Gipf-Oberfrick, Laufenburg, Magden, Münchwilen, Oeschgen, Olsberg, Wegenstetten, Wittnau und Zeiningen) beteiligen, vor. Die Aktion 2014 steht unter dem Titel «Wertschätzung der Reinigungsdienstleistungen».

Wer die einzelnen Menschen sind, die in den Gemeinden für teils nicht unerhebliche Kosten den öffentlichen Raum sauber halten, wissen viele nicht. «Was wir nicht wissen, können wir auch nicht wertschätzen», so Helene Bigler.

Und genau hier setzt die Aktion an. In einem ersten Schritt wird die Bevölkerung im Aktionsmonat Mai über die Reinigungsdienstleistungen informiert. Und zwar in Form von individuellen orangen Bodenklebern. Auf diesen haben die teilnehmenden Gemeinden auf ihre Dörfer und Werkmitarbeiter zugeschnittenen Texte verfasst. Auf dem Boden aufgeklebt, fordern sie die Bevölkerung zum inne halten und lesen auf.

Zwei Wochen später kommen auf grünen Klebern verschiedene Personen zu Wort. Sie teilen mit, was sie an den Reinigungsdienstleistungen schätzen, beziehungsweise an einem sauberen Dorf so schön empfinden. So schmücken im Monat Mai rund 140 solcher Kleber mit informativen Botschaften und hoffentlich vielen positiven Reaktionen die öffentlichen Plätze in den teilnehmenden Gemeinden.

Projektleiterin Gisela Taufer erklärte, dass für die teilnehmenden Gemeinden der orange Kleber eine Art Pflicht sei. Die grünen Kleber hingegen nicht. So planen einige der elf Gemeinden eigene ergänzende Aktionen.

Die ersten beiden Kleber in «seiner» Gemeinde wurden vom Steiner Gemeinderat Walter Zumstein präsentiert.

Gisela Taufer freute sich, dass auch in diesem Jahr die landwirtschaftlichen Bezirksvereine Rheinfelden und Laufenburg den roten Faden vom letzten Jahr wieder aufnehmen und bei den Ortstafeln die Plakate «Abfall macht Tiere krank» aufstellen werden. Zudem werden auch zehn weitere Fricktaler Gemeinden eigene Aktionen für ein sauberes Fricktal umsetzen.

Repla-Präsident Hansueli Bühler betonte, dass «sauberes Fricktal» die Marke Fricktal stärke. «Gemeinsam setzen sich die Gemeinden für ein Thema ein, dass ganz vielen Leuten unter den Nägeln brennt.»