Rheinfelden

132 Wohnungen im Salmenpark – «Swiss Life» investiert bis zu 70 Millionen Franken

70 Millionen Franken umfassen die Investitionen laut «Swiss Life». Darin enthalten sind sämtliche Kosten für die Realisierung sowie die Land- und Entwicklungskosten.

70 Millionen Franken umfassen die Investitionen laut «Swiss Life». Darin enthalten sind sämtliche Kosten für die Realisierung sowie die Land- und Entwicklungskosten.

Das Bauprojekt Salmenpark hat einen neuen Besitzer. Die Anlagestiftung «Swiss Life» hat die zweite Bauetappe gekauft. Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten starten.

Eigentlich hätte es längst losgehen sollen mit den Bauarbeiten an der zweiten Etappe des Grossprojekts Salmenpark in Rheinfelden. Mehr als 132 Wohnungen sollen hier entstehen. Über ein Jahr ist es her, seit das St. Galler Investment-Unternehmen «Mettler2Invest AG» das bewilligte Bauprojekt mitsamt Bauland von der «PSP Swiss Property» kaufte.

Der Zeitplan der neuen Eigentümerin sah damals vor, dass die Baumaschinen im zweiten Quartal 2018 auffahren. Nur: Das Areal ist immer noch eine grüne Wiese – respektive ein mittlerweile ziemlich überwuchertes Stück Land.

Jetzt aber scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Das Areal samt Bauprojekt hat vor einigen Wochen erneut den Besitzer gewechselt. «‹Swiss Life› hat das bereits fertig ausgearbeitete und bewilligte Projekt von der ‹Mettler2Invest AG› übernommen», sagt Florian Zingg, Sprecher der Anlagestiftung mit Sitz in Zürich.

Baubeginn im neuen Jahr

Über den Kaufpreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Beim letzten Besitzerwechsel von der «PSP Swiss Property» zur «Mettler2Invest AG« wurde der Kaufpreis mit rund 27 Millionen Franken angegeben. Bei dem Projekt handle es sich um «eine langfristige Investition», sagt Zingg lediglich. «Immobilien sind für ‹Swiss Life› eine wichtige Anlagekasse. Wir halten Immobilien als Anlagen zugunsten unserer Versicherten.»

Baubeginn für die zweite Etappe ist Anfang des kommenden Jahres. Die Verantwortlichen rechnen mit einer Bauzeit von rund drei Jahren, womit die Überbauung im Frühjahr 2021 fertiggestellt würde. Die Investitionen belaufen sich auf rund 70 Millionen Franken. Darin enthalten sind laut Zingg sämtliche Kosten für die Realisierung des Baus sowie auch Land- und Entwicklungskosten.

Altersgerechte Wohnungen

In der 2016 fertiggestellten ersten Etappe der Überbauung Salmenpark entstanden fast 150 Wohnungen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsflächen. Die zweite Etappe wird nun leicht kleiner. Auf dem über 10 000 Quadratmeter grossen Areal westlich der bestehenden Überbauung sind vier Häuser mit insgesamt 132 Wohnungen geplant. Es handelt sich um Mietobjekte. Gewerbe- oder Dienstleistungsflächen hingegen gibt es keine mehr.

Die «Swiss Life» hat nach der Projektübernahme «wenige Änderungen am Wohnungsmix» vorgenommen, sagt Zingg. So liegt der Fokus bei einem der vier Häuser neu auf 40 altersgerechten Wohnungen. «Das bedeutet beispielsweise Anpassungen für die Barrierefreiheit, die Platzverhältnisse im Eingangsbereich, die Breite der Korridore, die Öffnungsrichtung der Türen oder die Schwellenfreiheit in den Badezimmern», erklärt Zingg. Die Anlagestiftung sehe für die Zukunft ein starkes Bedürfnis nach solchen Wohnformen, «gerade auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung in der Schweiz.»
Stadt-Parzelle erschlossen

«Die Zahl der älteren Menschen wird in den kommenden Jahren überproportional ansteigen, in den Städten und Agglomerationsgemeinden erst recht», sagt auch Stadtschreiber Roger Erdin. Dieser Entwicklung werde bei den allermeisten Bauvorhaben bereits seit Jahren Rechnung getragen.

Die zweite Etappe der Überbauung wird nicht vom Loki-Kreisel her sondern direkt von der Kantonsstrasse erschlossen. Das setzt auch die Voraussetzungen für die künftige Nutzung der daneben liegenden freien Fläche. Die rund 25 000 Quadratmeter grosse Parzelle zwischen Salmenpark und Strandbad gehört der Einwohnergemeinde und liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Konkrete Pläne dafür gibt es aber noch nicht. Es handle sich dabei um «eine langfristige Entwicklungsreserve, über die bis heute keine konkreten Nutzungsabsichten besteht», sagt Roger Erdin.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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