Rheinfelden

12'000 Fahrzeuge täglich: «Blaulicht-Route» soll sicherer werden

Der Weg für Fussgänger und Velofahrer soll auf der im Bild rechten Seite angebracht werden. Bild: dka

Der Weg für Fussgänger und Velofahrer soll auf der im Bild rechten Seite angebracht werden. Bild: dka

Riburgerstrasse in Rheinfelden soll mit Weg für Fussgänger und Velofahrer versehen werden – Fertigstellung ist für Sommer 2021 geplant.

Der Rheinfelder Stadtrat will im Jahr 2020 die Riburgerstrasse, die täglich von rund 12 000 Fahrzeugen frequentiert wird, sanieren und neu gestalten. Das entsprechende Baugesuch liegt ab Freitag öffentlich auf.

Die Sanierung sei notwendig, weil sich die Strasse in einem desolaten Zustand befindet, so Vizeammann Walter Jucker. Es sei unter anderem daran zu denken, dass der Transport eines Verletzten im Krankenwagen über die Holperpiste zum GZF-Spital suboptimal sei. Daher wird der komplette Teerbelag samt Unterbau mit Rand- und Bundsteinabschlüssen erneuert.

Darüber hinaus, so Jucker, geht es darum, durch eine Umgestaltung der Strasse die Sicherheit zu erhöhen. Hintergrund ist, dass die Riburgerstrasse als Schulweg für Jugendliche mit dem Velo aus Rheinfelden Ost ins Engerfeld dient. Das Problem: Auf ihrem Heimweg befinden sich die Velofahrer nach der Unterführung der Zürcherstrasse zunächst auf dem Gehweg links der Riburgerstrasse – auf der Seite des AEW Regional-Centers – und müssen somit die Fahrbahn kreuzen, um auf der rechten Strassenseite weiterzufahren. Wollen sie dann wiederum nach links in die Köhler- oder Spitalstrasse abbiegen, müssen sie abermals die Fahrbahn überqueren. «Dies kann auf der hochfrequentierten Riburgerstrasse zuweilen zu brenzligen Situationen führen», sagt Jucker. So sind auf der «Blaulicht-Route», wie sie Jucker nennt, manchmal Fahrzeuge der an der Riburgerstrasse domizilierten Polizei, Feuerwehr und Sanität bei Notfällen mit hohem Tempo unterwegs.

Blendet der Velofahrer die Strassenverkehrsordnung aus, so kann er zwar nach der Unterführung auf dem Gehweg weiterfahren, um das doppelte Kreuzen zu vermeiden, «es kommt aber auch hinzu, dass die Gehweg-Breite nicht dafür ausgelegt ist, dass Velofahrer und Fussgänger nebeneinander Platz haben», so Jucker.

Um das Velofahrer-Dilemma zu lösen, plant nun der Stadtrat, die Riburgerstrasse von 8 auf 6,50 Meter zu verengen und die Strasse einseitig mit einem 3,50 Meter breiten Weg für Fussgänger und Velofahrer, der von der Zürcherstrasse bis zur Spitalstrasse reicht, zu versehen. «Dadurch kann der Velofahrer auf der linken Seite nach der Unterführung bleiben und muss die Strasse nicht queren», so Jucker, der die Kosten für das Projekt auf zwischen vier und fünf Millionen Franken schätzt. Unklar ist derzeit noch, wie hoch die Summe der Zuschüsse des Bundes ist, der sich an dem Projekt beteiligt.

Wichtig, so Jucker, sei, dass während der Bauphase auf der «Blaulicht-Route» der Verkehr zweispurig fahren kann. «Bis auf wenige Tage sollte dies gewährleistet sein. Wir werden während der Bauzeit mit Provisorien arbeiten.» Läuft bei dem Bauprojekt alles nach Plan, dann soll das Strassenprojekt Mitte 2021 abgeschlossen sein.

Voraussetzung dafür ist unter anderem eine Kredit-Zusage durch den Souverän an der «Gmeind» vom 4. Dezember. Damit die Planungs- und Realisierungsarbeiten nach dem Beschluss der Stimmbürger rasch fortgesetzt werden können, liegt das Baugesuch bereits vor der Kreditzusage durch den Souverän auf. So soll die Strassenumgestaltung zeitnah zu den Bauarbeiten für die Fernwärmeleitungen, die derzeit an der Riburgerstrasse erfolgen, realisiert werden.

Autor

Dennis Kalt

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