Stein

1000 Liter Wasser kosten jetzt 60 Rappen statt 50 Rappen

Für den Kubikmeter Wasser müssen die Steinerinnen und Steiner ab 2014/2015 60 Rappen zahlen.

Für den Kubikmeter Wasser müssen die Steinerinnen und Steiner ab 2014/2015 60 Rappen zahlen.

Die Gemeindeversammlung bestimmte am Freitagabend einen höheren Wasserzins und erteilte dem Gemeinderat eine Abfuhr für das neue Reglement über die Berechnung der Kosten für die Bearbeitung von Baugesuchen.

Gemeinderat Walter Zumstein hatte einen „Grosskampftag", wie Ammann Hans Ulrich Bühler amüsiert feststellte. Gleich über vier Traktanden aus seinen Ressorts stimmte die Steiner Gemeindeversammlung am Freitagabend im Saalbau ab.

Angefangen bei der Erhöhung der Gebühren in der Wasserversorgung von 50 auf 60 Rappen pro Kubikmeter (1000 Liter). „Diese Erhöhung wird nötig, weil die Wasserkasse seit dem Bau des neuen Reservoirs im Minus ist", erklärte Zumstein. Im Vergleich mit anderen Gemeinden stehe Stein aber auch mit den teureren Gebühren immer noch gut da. Zumstein führte die Nachbargemeinde Münchwilen als Beispiel an, wo ein Zins von drei Franken pro Kubikmeter anfällt.

Ja zu höherem Wasserzins

Die Versammlung nahm den Antrag mit grossem Mehr an. Die Erhöhung wird erstmals 2014/2015 angewendet, um rückwirkende Gebührenerhebung zu vermeiden.

Auch der Beteiligung von Stein an der Sanierung der Abwasserreinigungsanlage Bad Säckingen (Kreditantrag von 335 000 Franken) stimmten die 76 anwesenden Stimmberechtigten mit grossem Mehr zu. Die Kläranlage in Bad Säckingen - wohin seit fast 40 Jahren das Abwasser aus Stein fliesst - muss auf den neuesten Stand gebracht werden. An den Kosten in der Höhe von insgesamt rund vier Millionen Franken beteiligen sich auf Schweizer Seite Stein, Münchwilen, Eiken Sisseln und die Pharmabetriebe Novartis und Syngenta.

Neuer Parkplatz bei Sportanlage

Der Neugestaltung des öffentlichen Parkplatzes auf dem Areal der Sportanlagen Bustelbach (Kreditantrag 440 000 Franken) stimmte die Versammlung zu, genauso der Renaturierung des Bustelbachs. „Vögel, Reptilien und Amphibien haben immer weniger Platz. Sie sind auf solche Flächen angewiesen, wie sie am Bustelbach entstehen werden", kam das zustimmende Votum aus der Versammlung. Die Beteiligung von Stein beträgt 125 000 Franken.

Diskussionen um Baugesuche

Für kurze Diskussionen sorgte der Antrag des Gemeinderats zur Änderung des Gebührenreglements in der Bau- und Nutzungsordnung (BNO). Dieses sah bisher vor, die Gebühr für die Bearbeitung von Baugesuchen nach dem Gebäudeinhalt (Volumen) zu berechnen. Der Gemeinderat wollte nun eine Berechnung nach einem Promillesatz von 2 Promille einführen, welcher sich aus den voraussichtlichen Baukosten errechnen liesse. „So sei das Reglement verständlicher und klarer abgefasst", argumentierte Gemeinderat Werner Schneider.

Ein Votant stellte diesem Vorschlag einen Antrag entgegen, wonach das bisherige System beibehalten und die Gebühren erhöht werden müssten (von einem Franken/Kubikmeter auf 1,5 Franken/Kubikmeter). Dies, weil bei einer Berechnung über die Baukosten geschummelt werden könnte, so der Votant. Diesem Antrag stimmte die Gemeindeversammlung - denkbar knapp mit 25 zu 24 Stimmen - zu, womit das System beibehalten und mit teureren Gebühren berechnet wird.

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