Kaiseraugst
1,8 Millionen Franken werden auf die hohe Kante gelegt

Die Gemeinderechnung von Kaiseraugst schliesst erneut mit schwarzen Zahlen ab. Der Ertragsüberschuss von 1,8 Millionen Franken wird in das Eigenkapital eingelegt. Noch 2011 befand sich die Gemeinde in einer angespannten Finanzlage.

Stefan Gyr
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Die Gemeindepräsidentin ist auch Finanzchefin: Sibylle Lüthi.

Die Gemeindepräsidentin ist auch Finanzchefin: Sibylle Lüthi.

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Die Kaiseraugster Gemeindepräsidentin und Finanzchefin Sibylle Lüthi hat die frohe Botschaft bereits am Wochenende bei der Vorstellung der Legislaturziele verkündet: Die Gemeinderechnung 2013 weist einen Mehrertrag von 1,8 Millionen Franken aus, nachdem das Budget ein Plus von 139 000 Franken vorgesehen hatte (die az berichtete). Jetzt hat der Kaiseraugster Gemeinderat die genauen Zahlen veröffentlicht.

Laut der Mitteilung vom Dienstag verbesserte sich das Ergebnis in der Kaiseraugster Gemeinderechnung gegenüber dem Voranschlag um 1,7 Millionen Franken. Der Ertragsüberschuss von 1,8 Millionen Franken wird in das Eigenkapital eingelegt. Dieses beläuft sich jetzt auf 2,6 Millionen Franken.

«Wir haben in vielen Bereichen, also querbeet, mehr eingenommen, als vorauszusehen war», erklärte Gemeindepräsidentin Sibylle Lüthi am Wochenende. Die Einkommens- und Vermögenssteuern erhöhten sich im Vergleich zum Budget von 10,7 auf 12,1 Millionen Franken. Die Grundstückgewinnsteuern stiegen von 150 000 auf 261 000 Franken.

Einzig an Aktiensteuern nahm die Gemeinde viel weniger als veranschlagt ein: 2,8 statt 4,5 Millionen Franken. Doch die Nach- und Strafsteuern nahmen von 15 000 auf 97 000 Franken zu und die Gebühreneinnahmen der Bauverwaltung von 150 000 auf 341 000 Franken.

Weniger Gemeindemittel nötig

Auf der Ausgabenseite verringerte sich der Gemeindebeitrag an die aargauischen Spitäler von 1,7 auf 1,6 Millionen Franken, und die Kosten für die Pflegefinanzierung sanken von 430 000 auf 325 000 Franken. Auch für die materielle Unterstützung von Schweizern und Ausländern sowie von Asylsuchenden und Flüchtlingen waren weniger Gemeindemittel als vorgesehen nötig.

Auch Ortsbürgergemeinde mit Plus

Bereits die Gemeinderechnung 2012 von Kaiseraugst schloss um 2,7 Millionen Franken besser als angenommen ab: Das erwartete Defizit von 1,386 Millionen Franken verwandelte sich in einen Ertragsüberschuss von 1,387 Millionen Franken. Noch 2011 hatte sich die Gemeinde Kaiseraugst in einer angespannten Finanzlage befunden. Der Gemeindesteuerfuss musste deshalb auf das Jahr 2012 von 75 auf 90 Prozent angehoben werden. Seither scheint sich die Finanzlage entspannt zu haben.

Auch die Ortsbürgergemeinde Kaiseraugst schrieb 2013 schwarze Zahlen. Ihre Rechnung weist einen Ertragsüberschuss von 1,1 Millionen Franken aus. Der Voranschlag hatte ein Plus von rund einer Million Franken vorgesehen. Der Ertragsüberschuss wurde in das Eigenkapital eingelegt. Dieses steigt damit auf 49,6 Millionen Franken. Die Baurechtszins-Einnahmen von der Industrie beliefen sich auf 1,6 Millionen Franken und jene von Wohnnutzungen auf rund 41 900 Franken.

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