Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit «tut einfach gut»

Von links: AGF-Präsidentin Irene Rindlisbacher, Geschäftsführerin und Vizepräsidentin Beatrice Wullschleger sowie Heidi Schölly, Präsidentin der AGF-Sektion Bad Zurzach und Vorstandsmitglied des Kantonalverbands. Foto: Fränzi Zulauf

Von links: AGF-Präsidentin Irene Rindlisbacher, Geschäftsführerin und Vizepräsidentin Beatrice Wullschleger sowie Heidi Schölly, Präsidentin der AGF-Sektion Bad Zurzach und Vorstandsmitglied des Kantonalverbands. Foto: Fränzi Zulauf

Ein neuer Vorstand mit einer jungen Präsidentin und tatkräftigen, begeisterten Amtsträgerinnen – im Kantonalverband der «Gemeinnützigen Frauen» herrscht Aufbruchstimmung.

Sie haben die Spitex erfunden, betreiben – unter anderem – Brockenstuben, Mittagstische, Besuchsdienste, Kinderkleiderbörsen, PC-Kurse, Altersheim-Cafeterias, Kindertagesstätten und auch die Mütterhilfe gehört zu ihren «Kindern»: Die Mitglieder der Aargauischen Gemeinnützigen Frauenvereine haben im ganzen Kanton schon vieles bewirkt und sie leisten – ganz selbstverständlich und ohne ständig Anerkennung einzufordern – in ihren Gemeinden vielfältige Freiwilligenarbeit. Zu alledem bringen sie alljährlich über eine halbe Million Franken zusammen, Geld, das sie erwirtschaften in Brockenstuben, an Basaren, in Kleiderbörsen – und an soziale Werke und Institutionen weiterleiten. Wie viel den «Gemeinnützigen» in den Dörfern und Städten zu verdanken ist, wie viel sie in verschiedensten Bereichen bewirken, helfen, organisieren und erledigen, würde man erst richtig merken, wenn sie von einem Tag auf den andern in den Streik treten würden.

Das tun sie aber nicht. Glücklicherweise. Denn die rund 8000 Frauen (es hat übrigens auch ein paar Männer auf der Mitgliederliste), die in 28 Sektionen im Aargau den Gemeinnützigen Frauenvereinen angehören, sind nicht nur überzeugt von Sinn und Zweck ihrer freiwilligen Tätigkeit, sondern erledigen sie auch mit Begeisterung und Elan. «Man fühlt sich gut eingebunden bei den Gemeinnützigen», weiss Beatrice Wullschleger, Geschäftsführerin und Vizepräsidentin des AGF. «Es tut einfach gut, hier mitzuarbeiten.» Die 48-jährige Heilpraktikerin aus Aarburg ist seit eineinhalb Jahren beim AGF und hat damit ein Betätigungsfeld gefunden, nach dem sie eigentlich schon lange gesucht hatte.

«Wir bewegen uns in den Fussstapfen starker Frauen», sagt Irene Rindlisbacher. Die 32-Jährige aus Unterbözberg führt in Brugg eine kleine Digitaldruckerei und Papeterie und ist im Mai an die Spitze des AGF-Vorstands gewählt worden. «Ich war zwar zuvor ein paar Jahre lang einfach so aus Sympathie Mitglied der Sektion Brugg, habe mich aber nie aktiv am Geschehen beteiligt», blickt Irene Rindlisbacher zurück. Und so geschah es fast zufällig, dass sie sich für einen steilen Einstieg bei den «Gemeinnützigen» entschied. «Margrit Eichler, langjähriges Vorstandmitglied, kam als Kundin mit einem AGF-Druckauftrag ins Geschäft, sprach vom vakanten Präsidium des Vereins und meinte spontan, das wäre doch etwas für mich», erzählt Irene Rindlisbacher. Die junge Geschäftsfrau bat um eine kurze Bedenkzeit, sagte zu und wurde auch sofort gewählt. «Es ist mir ein Anliegen, für andere etwas zu bewirken, als kleines Dankeschön gewissermassen; dafür, dass es mir so gut geht im Leben – wenn man bedenkt, wie viel Leid es in der Welt gibt.»

«Die freiwillige Arbeit beim AGF macht wirklich Spass», versichert Heidi Schölly. «Ich kann sie nur weiterempfehlen – auch als sinnvolles Hobby.» Als Präsidentin der Sektion Bad Zurzach, als Delegierte der Gartenbauschule Niederlenz und als Mitglied des Kantonalvorstands weiss sie genau, wovon sie spricht. Die 50-jährige Mutter von drei erwachsenen Kindern setzt ihr AGF-Engagement mit einem 50-Prozent-Job gleich. Viel Arbeit also steckt dahinter – aber auch viel Begeisterung und Überzeugung. Das gilt für den ganzen neuen Vorstand, aber auch für die zahlreichen Frauen an der Basis, die in ihren Gemeinden tätig sind.

Als besonders wertvoll erleben die drei, dass sie im AGF viele neue Menschen mit der gleichen Wellenlänge kennen lernen, die Ähnliches wollen und vieles miteinander erreichen. «Es ist schlicht beeindruckend, wie viel Erfahrung und Fachkompetenz, aber auch wie viel Menschlichkeit hier zusammenkommen», erklärt die junge Präsidentin Irene Rindlisbacher.

www.agf-online.ch

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