Wahlen 2011

Freisinnige pedalen für die Wählergunst

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Der Startschuss der «Tour libéral» durch mehrere Kantone ist mit FDP-Präsident Fulvio Pelli in Wohlen im Aargau. Heute macht die sportliche FDP Halt in Reinach AG.

Mit einem Apéro riche stärkten sich gestern Mittag in Wohlen auf Einladung der FDP Aargau, der Bezirkspartei Bremgarten und der Ortspartei zahlreiche Freisinnige. Dies zum Start der Wahlkampf-«Tour libéral» durch die Kantone Aargau, Luzern, Solothurn und Bern bis auf den Bundesplatz.

Gestern führte die Tour in wechselnder personeller Zusammensetzung über 60 Kilometer bis Grosswangen LU. Heute Freitag macht sie Halt in Reinach AG. Dort sammeln die Freisinnigen ab 17.30 Uhr vor dem Bärenmarkt Unterschriften für ihre Bürokratiestopp-Initiative.

Christine Egerszegi unterstützen

Am 23. Oktober werden nicht nur die National-, sondern auch die Ständeratssitze besetzt. Im Aargau bewerben sich zahlreiche Kandidaten. Ein Grund mehr für die frühere Grossrätin Ursula Zollinger, den Anwesenden Christine Egerszegi wärmstens ans Herz zu legen. Es gelte nicht nur, sie zu wählen, sondern man müsse auch viel Werbung machen, auf dass «unsere erfolgreiche Standesvertreterin im Oktober wieder in den Ständerat geschickt wird», so Zollinger unter grossem Applaus.

In Wohlen strichen die Freisinnigen ihre Wahlthemen hervor: Arbeitsplätze schaffen, Sozialwerke stärken, Bürokratie abbauen. Darauf wies auch der von der «NZZ» zum gewerbefreundlichsten Parlamentarier erkorene Zürcher Nationalrat und FDP-Vizepräsident Markus Hutter hin. Immer wieder werde geschrieben, die FDP sei im Sinkflug oder stehe gar am Abgrund, so Hutter. Es gelte, sich dieser medialen Darstellung zu widersetzen. Präsident Pelli bekräftigte das Wahlziel von 20 Prozent. So viel braucht es nach seiner Einschätzung, damit die Schweiz liberal bleibt. Bei Umfragen gehe es rauf und runter. Das Ergebnis, so Pelli, «kennen wir erst am 23. Oktober».

«2 Milliarden sind viel Geld»

Pelli lobte das Handling der Nationalbank in der Eurokrise. Zum am Mittwoch verabschiedeten Paket des Bundesrates vor dem Hintergrund der Frankenstärke gab er sich zurückhaltender. Preise zu senken, sei sicher richtig. Doch 2 Milliarden Franken seien viel Geld. Man werde die Vorschläge genau prüfen. Die Freisinnigen checken anhand von vier Kriterien, ob sie sie unterstützen können: Die Schuldenbremse muss weiter gelten, es darf keine Wettbewerbsverzerrung geben, es dürfen keine langfristigen Massnahmen (wie die Mehrwertsteuerreform) verhindert werden, und die Massnahmen müssen gezielt wirken.

Nach diesen Worten schwangen sich Pelli und über ein Dutzend weitere Freisinnige (im Bild sind nicht alle zu sehen) in die Sättel – zum Start der Tour libéral. Natürlich in der Hoffnung, nicht nur gesehen, sondern auch gehört zu werden.

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