Bremgarten
Zweiter Teil der Umfrageauswertung über Badi-Sanierung

Auswertung der grossen Bremgarter Badi-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK, Teil 2.

Lukas Schumacher
Drucken
Teilen
Die Mehrheit der Befragten will die 40-jährige Badanlage für sechs Millionen Franken sanieren lassen. AR/SL

Die Mehrheit der Befragten will die 40-jährige Badanlage für sechs Millionen Franken sanieren lassen. AR/SL

Die aufwendige, 20 000-fränkige Badi-Umfrage hat sich gelohnt. Die Auswertung der 705 ausgefüllten Fragebogen vermittelte ein differenziertes Stimmungsbild mit einigen klaren Aussagen. Kernaussage: Eine solide Mehrheit von 60 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmt dem neuen, abgespeckten Sanierungskonzept für sechs Millionen Franken vorbehaltlos oder eher zu.

Eine Frage galt der 2012 abgelehnten Badi-Vollsanierung mit Teilerneuerung zu Kosten von 9,1 Millionen Franken. Der Stadtrat wollte in Erfahrung bringen, weshalb die Vollsanierung an der damaligen Referendumsabstimmung scheiterte.

Hauptgrund: Zu hohe Kosten

Gemäss Umfrageergebnis bewirkte in erster Linie der Preis von neun Millionen Franken die Ablehnung der Vollsanierung. 72 Prozent führten «zu hohe Kosten» ins Feld. Häufig genannt – mehrfache Antworten waren bei der Frage nach den Ursachen möglich – wurden auch «Fehlender Einbezug der umliegenden Gemeinden» mit 68 Prozent und die im Sog der Vollsanierung geplante Steuerfusserhöhung mit 61 Prozent.

28 Prozent begründeten die Ablehnung mit «Ich nutze die Badi kaum oder nie», 21 Prozent mit fehlenden Aufwertungsmassnahmen wie Wellnessangebote und Sauna.

Preiserhöhung? Ja, aber . . .

Sechs Franken kostet in Bremgarten der Badi-Einzeleintritt für Erwachsene. Wie gross ist die Bereitschaft der Badegäste, einen höheren Preis ins sanierte Bad (ohne Aufwertung wie Wellness oder Bistro) zu zahlen, damit das Betriebsdefizit des Bremgarter Hallen- und Freibads in der Grössenordnung von jährlich rund 400 000 Franken erträglicher ausfällt? 33 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sie würden maximal acht Franken zahlen. Weitere 17 Prozent wären bereit, zehn Franken auszulegen.

Nicht akzeptiert werden Preise von zwölf oder gar 14 Franken. Zudem halten 27 Prozent der Umfrageteilnehmer unmissverständlich fest: «Ich finde Eintrittspreise über sechs Franken zu teuer.»

Die vielleicht überraschendste Aussage der Badi-Umfrage: Zusatzinvestitionen zur Attraktivitätssteigerung der Badi werden sehr deutlich abgelehnt. Nur rund ein Drittel der Befragten sagte Ja zu einer Rutschbahn im Hallenbad bei Mehrkosten von 380 000 Franken, zu einem Bistro im Hallenbad mit Zusatzkosten von 170 000 Franken sowie zu einem Wellnessbereich gegen Mehrkosten von rund 670 000 Franken.

20 Gewinnerinnen und Gewinner

Für 20 Bremgarterinnen und Bremgarter, unter ihnen drei aus dem Ortsteil Hermetschwil-Staffeln, hat sich die Umfrageteilnahme garantiert gelohnt. Sie ergatterten je ein Badi-Abonnement mit zwölf Eintritten im Wert von 60 Franken. Die per Los bestimmten Gewinner: Carla Selicato, Miriam Rufer, Rolf Schaufelbühl, Ursula Petschen, Christa Bourquin, Walter Huber, Katrin Flückiger, Josef Zwyssig, Tanja Dietsche, Celia Zahn, Natalie Stutz, Bernadette Wertli, Rahel Kronberger, Christina Humm, Simon Lüscher, Matilde Heinser, Hans Rudolf Hubmann, Mathias Hufschmid, Patric Friedrich und Jasmine Ziltener.

Aktuelle Nachrichten