Villmergen

Zwei Wohler hauchen dem «Güggibueb» wieder neues Leben ein

Die neuen Pächter des Villmerger «Güggibueb» Frits van der Graaff und Sarah Dubler (mit Hund Emily) zusammen mit Inhaber Alfred Koch.

Die neuen Pächter des Villmerger «Güggibueb» Frits van der Graaff und Sarah Dubler (mit Hund Emily) zusammen mit Inhaber Alfred Koch.

Die Wohler Frits van der Graaff und Sarah Dubler wagen trotz Coronakrise etwas in der Gastronomie und haben das Villmerger Bistro «Güggibueb» neu gepachtet.

Weitherum darbt die Gastroszene wegen den Folgen der Coronapandemie. Betriebe schliessen ganz oder stehen vor einer ungewissen Zukunft. In diesen schwierigen Zeiten setzen die beiden Wohler Frits van der Graaff und Sarah Dubler einen Gegenpunkt.

Sie wagen es, als Pächter das Bistro Güggibueb in Villmergen im Dorfzentrum wieder aufleben zu lassen. Seit über zehn Monaten stand das Gastrolokal von Inhaber Alfred Koch, der das Wohnhaus 2011 umbaute, unbenutzt da.

Entstanden ist das Projekt der Neueröffnung des Bistro Güggibueb mit einer Wein- und Cigarlounge sehr kurzfristig. «Wir sassen Mitte November erstmals mit Alfred Koch zusammen und kurze Zeit später fixierten wir die Eröffnung auf den 12. Dezember», erklärt Frits van der Graaff.

Eine Woche lang bis zum Lockdown war Hochbetrieb

Die Zeit zuvor bedeutete für sie einigen Stress. Weil der alte Holzboden noch neu geschliffen werden musste, blieb ihnen nur zwei Tage, um den «Güggibueb» danach picobello auf Vordermann zu putzen. Inklusive Fenster und Vorhänge. Zudem musste das Lokal bezüglich der Coronaschutzmassnahmen hergerichtet werden.

Einen ersten kleinen Dämpfer versetzte der Bund am Tag vor der Eröffnung, als die Sperrstunde auf 19 Uhr gesenkt wurde. Dies tat dem Optimismus aber keinen Abbruch. Sarah Dubler sagt:

Auch in den folgenden Tagen herrschte im «Güggibueb» Hochbetrieb – bis zum landesweiten Lockdown der Gastrobetriebe eine Woche später. Kaum losgelegt, mussten sie das Lokal wieder schliessen.

«Wir hatten einen sehr guten Start und sind sehr zufrieden», sagt Van der Graaff trotz allem. «Wir wussten ja um die Situation und wollten schauen, wie es anläuft in dieser Zeit», erklärt er weiter.

Mit den gewonnenen Erfahrungen blicken die «Güggibueb»-Gastgeber optimistisch in die Zukunft. «Wir hoffen natürlich, dass wir ab dem 23. Januar wieder öffnen können», sagt Sarah Dubler.

Der Grossvater wohnte einst im gleichen Haus

Mit dem Haus verbindet sie etwas Spezielles, was sie erst jetzt durch die Pachtübernahme erfahren hat. Ihr Grossvater Erwin wohnte einst darin. «Die jetzige Cigarlounge war damals die Wohnstube», sagt sie. Besitzer Alfred Koch habe Freude gehabt, dass nun wieder jemand aus der Familie hier sei.

«Ihr habt den Mut und ihr könnt es auch» Koch lobt die neuen Pächter, die in der Region sehr gut vernetzt sind, für ihr Engagement im «Güggibueb». Er sagt zu ihnen: «Ihr habt den Mut und ihr könnt es auch.»

Sobald das Lokal wieder öffnen kann, soll das Angebot stetig ausgebaut werden. Frits van der Graaff und Sarah Dubler möchten ihren Gästen vor allem die Cigar- und Weinlounge verbunden mit kleineren Häppchen ans Herz legen. Wenn es wärmer wird, lädt draussen der Garten zum Verweilen ein. Geplant sind Öffnungszeiten von 9–23 Uhr ausser sonntags.

Blick in die Cigarlounge im «Güggibueb» in Villmergen.

Blick in die Cigarlounge im «Güggibueb» in Villmergen.

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