Die Bilder für den Bauernkalender 2015 sind im Kasten. Daniel Fenk und Sebastian (den Nachnamen möchte er nicht veröffentlichen), zwei junge Männer aus dem Freiamt, gehören zu den ausgewählten Bauern.

Aus Neugier, aber auch, um neue Erfahrungen zu sammeln, habe er sich für den Bauernkalender beworben, erzählt Daniel Fenk; zuerst heimlich, aber inzwischen wissen es Familie und Freunde.

«Die unterstützen das und sind schon gespannt», erklärt er. Der Kommentar von Fenks Chef: «Die sind jung, das sollen sie ruhig machen.» Die Kollegen können sich ab und an einen Scherz nicht verkneifen, berichtet Fenk. «Aber sie finden es gut und haben sich für mich gefreut», fügt er hinzu.

Bei Sebastian ergab sich die Bewerbung aus Spass: «Meine Freunde dachten, ich könnte ja mal mitmachen – und schon war ich dabei.»

Jury an Persönlichem interessiert

Vor den eigentlichen Aufnahmen stand im Mai ein Casting in Seegräben an, wozu rund 20 Männer eingeladen wurden.

Daniel Fenk über das Auswahlverfahren: «Das war schon eine spezielle Erfahrung. Man musste versuchen, gut rüberzukommen.»

Sebastian berichtet ausserdem, dass die Kandidaten viel mit der Jury reden mussten. Offensichtlich konnten er und Daniel Fenk die Juroren des Kalenders überzeugen. «Ich habe mich echt gefreut, als ich vor zwei Wochen den Bescheid bekam, dass ich dabei bin», erzählt Fenk.

Im Alltag arbeitet er auf einem Hof mit Milchwirtschaft in Oberrüti, zum täglichen Ablauf gehören melken, die Tiere füttern und den Stall ausmisten. Sebastian ist gelernter Landmaschinenmechaniker und zurzeit bei der Armee.

Spannende Erfahrung

Das Fotoshooting oberhalb von Elm im Kanton Glarus nahm mehrere Tage in Anspruch und war eine spannende Erfahrung, stimmen beide Männer überein. Am Set arbeiteten neben der Fotografin auch Leute für Styling, Make-up und Kleidung.

Daniel Fenks Einsatz dauerte etwa zwei Stunden, ihn kann man demnächst im Bauernkalender in einer Hofschmiede bewundern.

Als Vorbereitung für die Aufnahmen mussten die Teilnehmer auf nicht allzu grosse Unterschiede bei der Sonnenbräune aufpassen und ansonsten wie gewohnt auf sich achten. Sport mache er ohnehin regelmässig, erzählt Daniel Fenk, das Fotoshooting sei aber noch eine besondere Motivation gewesen.

Auf die Frage, ob sie an einer ähnlichen Aktion wieder teilnehmen würden, wägt Sebastian ab: «Kommt darauf an, um was genau es dabei geht.»

Daniel Fenk meint dagegen überzeugt: «Ja. Das hat viel Spass gebracht, eine positive Erfahrung. Ausserdem lernte ich auch viele nette Leute kennen.»