Tische und Stühle im Innenbereich sind das einzige, das vom alten Restaurant Frohburg geblieben ist. Die Wände sind frisch gestrichen, die Edelkastanie streckt ihre Äste über den Kräutergarten und den frisch renovierten Aussenbereich, und das Schild am Eingang weist auf die neuen Besitzer hin: Restaurant Frohburg Caprez.

Die beiden Schwestern Silvia (26) und Yvonne (27) Caprez haben viel Arbeit in das Restaurant gesteckt, das am Samstag wiedereröffnet wird. «Es ist ein langjähriger Traum von uns. Zuerst dachten wir an ein Pub», sagt Yvonne, verantwortlich für die Finanzen. «Meine Schwester kocht aber so gut, da wäre es schade gewesen, das Angebot auf Nachos und Pommes zu begrenzen.» Das Motto lautet Schweizer Küche, neu interpretiert: originelle Kreationen wie ein Landjäger-Tatar finden sich ebenso wie der traditionelle Siedfleischsalat. Jeden Monat gibt es zudem ein Kantonsmenü, das regionale Spezialitäten in einem Dreigänger vereint.

Geraucht wird nur zeitweise

Am Morgen richtet sich die Beiz an Handwerker, die ihre Znüni-Pause bei Sandwiches, Wienerli und Käsekuchen verbringen und im besten Fall am Mittag wiederkommen, um sich mit einem Mittagsmenü zu verpflegen. Am Abend geht es dann etwas gediegener zu. Auch mit dem Rauchen gelten in der Frohburg je nach Tageszeit unterschiedliche Bedingungen: «Zum Znüni darf geraucht werden. Beim Mittag- und Abendessen bitten wir die Raucher, Rücksicht zu nehmen – etwa ab 21 Uhr, wenn die Nachtessen durch sind, darf wieder geraucht werden», erklärt Silvia. Dank guter Lüftung soll der Rauchgeruch beim Essen verschwunden sein.

Neuer Look, alter Charme

Ähnlich wie die Menüs – traditionell und trotzdem neu – fühlt sich auch die Beiz an sich an. Schieferplatten und Holz dominieren den Innenbereich, in der Gartenbeiz lädt besonders der Stammtisch unter der Holzlaube zum Verweilen ein. Auf den ersten Blick wird hier klar, dass kräftig geputzt, gebaut und verschönert wurde. «Wir hatten viel Unterstützung von Freunden und Familie», sagt Silvia.

Freunden haben sie es auch zu verdanken, dass ihr Traum nun in Erfüllung geht. Die Schwestern hatten sich schon länger nach einem Lokal umgesehen, hatten aber immer Pech. Ein befreundeter Elektriker erfuhr dann zufällig vom Vermieter der Frohburg, dass ein neuer Pächter gesucht wird. «Wir sind besonders froh, dass wir etwas nahe bei Bremgarten gefunden haben, weil wir da aufgewachsen sind», sagt Silvia. «Die Frohburg war einst ein beliebter Treffpunkt. Wir hoffen, dass auch der eine oder andere Stammgast von früher wieder vorbeischaut.» Die Zeichen dafür stehen auf jeden Fall gut. Bereits jetzt kommen immer wieder Gäste und fragen nach einem Bier – obwohl die Frohburg Caprez erst ab Samstag Nachmittag offen hat.

Das Restaurant Frohburg Caprez befindet sich an der Badenerstrasse 1 in Eggenwil, nahe bei Bremgarten. Für Abendessen sind Reservationen erwünscht. Infos: www.restaurant-frohburg.ch