Im Oberfreiamt werden die Feste noch so gefeiert, wie sie fallen. Das haben die Sportkommission Dietwil und die Feuerwehr Oberrüti-Dietwil am Samstag eindrücklich vor Augen geführt. Die Feuerwehr zeigte im Rahmen einer spannenden Einsatzübung unter Beteiligung der Stützpunktfeuerwehr Muri, was sie kann, und anschliessend, mit der Einweihung von zwei Fahrzeugen, was sie neu hat. Eingebettet war dieser Anlass in das traditionelle Dorffäscht Düetu, das jeweils von der Sportkommission organisiert wird. Für das Wohl der Gäste war somit bestens gesorgt.

Brändle zum Zweiten

«Als ich in die Feuerwehr eingetreten bin, ist kurz darauf das erste Tanklöschfahrzeug in Betrieb genommen worden. Es ist für mich ein spezieller Moment, dass ich Jahrzehnte später der Feuerwehr ein weiteres Tanklöschfahrzeug übergeben kann, das ebenfalls von der Ostschweizer Firma Brändle geliefert worden ist», sagte Gemeindeammann Pius Wiss.

Der neue Brändle ist ein Scania mit 320 PS und 16 Tonnen Gesamtgewicht. Mitgeführt werden im Einsatz 3000 Liter Wasser und 200 Liter Schaum, die über zwei Schnellangriffe mit 60 Meter Schlauch abgegeben werden können. Gekostet hat das Fahrzeug, das von einer Beschaffungskommission unter der Leitung von Roland Birrer seriös evaluiert worden ist, 545'000 Franken. An den Kosten beteiligt sich die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) mit einem Beitrag von 37,5%. Ebenfalls eingeweiht worden ist am Samstag ein Mehrzweckfahrzeug, das auf der Basis eines Mercedes Sprinter aufgebaut und von den Zuger Verkehrsbetrieben geliefert worden ist. Es wurde bereits 2017 in Betrieb genommen.

Feuerwehr funktioniert bestens

Anders als der von Wiss erwähnte erste Brändli, der damals nur in Dietwil im Einsatz gestanden hat, dient das neue Tanklöschfahrzeug zwei Gemeinden. Die Feuerwehren Oberrüti und Dietwil haben 2014 fusioniert. Die Zusammenarbeit im rund 80 Leute starken Korps bewährt sich bestens, wie Kommandant Meinrad Lauber an der Fahrzeugeinweihung erklärte: «Auf dem Papier war die Fusion rasch vollzogen. Es hat dann aber doch einige Zeit gedauert, bis wir die nötigen Strukturen und eine gemeinsame Kultur aufgebaut hatten.» Die Feuerwehr funktioniere sehr gut, Kader und Mannschaft seien hoch motiviert und top ausgerüstet, sagte er weiter. Weil die «neue» Feuerwehr in eine höhere Grössenklasse eingeteilt wurde, musste die Ausrüstung nach der Fusion in verschiedenen Bereichen angepasst werden.